Hardy Krause ist ein Mann klarer Worte. Schule müsse heute andere Aufgaben übernehmen als noch vor 20 oder 30 Jahren. „Das erwarten die Eltern, das erwartet die Gesellschaft. Wir sollen möglichst alle Probleme lösen“, sagt der Lehrer an der Regelschule Wiebeck in Bad Langensalza.

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Gerade an Regelschulen, wo sehr verschiedene soziale Schichten aufeinandertreffen, seien Projekte deshalb von besonderer Bedeutung. „Es gibt bei uns nicht wenige Schüler, die an zwei Projekttagen mehr fürs Leben lernen als in einem Monat Unterricht“, so Krause.

Elenie (von links), Nele und Darin gehörte zu der Gruppe, die gemeinsam mit Lehrerin Petra Zedler, AOK-Ernährungsberaterin Jennifer Barth und Lehrerin Heike Blankenburg den Imbiss für 200 Leute vorbereiteten.
Elenie (von links), Nele und Darin gehörte zu der Gruppe, die gemeinsam mit Lehrerin Petra Zedler, AOK-Ernährungsberaterin Jennifer Barth und Lehrerin Heike Blankenburg den Imbiss für 200 Leute vorbereiteten.© Funke Medien Thüringen | Claudia Bachmann

In solchen Formaten erlebe man, wie die Jugendlichen sich öffnen und ins Gespräch kommen. „Sie wollen reden.“ Die Probleme in den Familien seien vielfältig, ergänzt Schulleiterin Tina Schütz. Bewegungsmangel gehöre ebenso dazu wie ungesunde Ernährung.

Aus diesen Beobachtungen heraus entstand das zweitägige Projekt „Gesunde Lebenswelt Wiebeckschule“. Im Mittelpunkt standen Bewegung, Achtsamkeit und Ernährung. Unterstützt wurde die Schule dabei auch von externen Partnern – darunter Kickboxer, Fußballer aus der Stadt sowie ein Fitnesszentrum.

Ein praktischer Teil des Projekts war ein selbst organisiertes Buffet für rund 200 Teilnehmer. Die Lebensmittel stellte der ehemalige Schüler Stephan Swaczyna zur Verfügung, heute Kaufmann in Bad Langensalza. Ihr Wert habe bei „über 1000 Euro“ gelegen, so Krause.

Junge Leute schaffen ihre eigenen Bewegungsspiele

Darüber hinaus entstanden feste und mobile Bewegungsspiele für den Schulhof, die langfristig genutzt werden sollen.

„Wir müssen bei manchen Kindern mehr leisten, als ihre Eltern leisten können. Aber das zahlt sich aus“, betonen Schütz und Krause. „Unsere Schule hat in den letzten Jahren einen großen Schritt nach vorn gemacht.“

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Mit 1000 Euro unterstützt wurde das Projekt von der Wirtschaftsinitiative Westthüringen.