• Nur eine Idee nötig – kein Papierkram, kein komplizierter Einstieg, Leader-Managerin Sandra Kuhrmann begleitet kostenlos durch alles
  • Bis zu 65.000 Euro je Projekt – aber Vorsicht: Es gibt einen entscheidenden Haken, den die wenigsten kennen
  • Mehr Bewerber als Geld – wer zu spät kommt, geht leer aus

Kaum einer weiß es – aber im Unstrut-Hainich-Kreis liegt Geld bereit. Knapp eine halbe Million Euro hat das europäische Leader-Programm in vergangenen Förderjahren für Projekte in der Region ausgeschüttet. Jetzt startet der Aufruf für 2027. Wer anpackt und eine Idee mitbringt, braucht nicht mehr als ein einziges Gespräch – und könnte am Ende bis zu 65.000 Euro bekommen.

Einfach melden – Leader-Managerin hilft

Erste Anlaufstelle ist Sandra Kuhrmann, Leader-Managerin im Büro an der Dammstraße von Körner. „Wir schauen dann gemeinsam, worum es geht, ob das Projekt überhaupt förderfähig ist, was konkret gebraucht wird und wie es um die Kofinanzierung steht“, erklärt Kuhrmann.

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Sie begleitet jeden Antragsteller durch den Prozess – engagiert, geduldig, erfahren. Eine fertige Bewerbungsmappe brauche es vorab nicht. Wer eine Idee und ein grobes Konzept mitbringe, könne sich alles Weitere erklären lassen. Die eigentliche digitale Antragstellung laufe dann gemeinsam mit Kuhrmann.

Votierung im November – Entscheidung im Fachbeirat

Votiert werde im November, erläutert die Managerin. Erst dann könnten die Antragsteller gemeinsam mit ihr das Prozedere der digitalen Antragstellung durchlaufen. Wer also eine Chance auf Förderung haben wolle, solle sich zeitnah melden.
Kuhrmann geht davon aus, dass es wieder mehr Interessenten als verfügbares Geld geben werde. „Wir haben noch keinen Hinweis darauf, wie viel Geld zur Verfügung steht“, sagt sie. In der Vergangenheit habe stets knapp eine halbe Million Euro für Projekte im Unstrut-Hainich-Kreis bereitgestanden. Die maximale Fördersumme je Projekt liege bei 65.000 Euro.

Wichtig: Das gesamte Projekt muss vorfinanziert werden

Wer Geld aus dem Leader-Programm beantrage, müsse zwingend eines wissen: Die komplette Projektsumme müsse vorfinanziert werden. Bei einem Vorhaben mit einem Gesamtbudget von 100.000 Euro sei auch diese Summe vorzustrecken. Erst wenn alle Rechnungen beglichen seien, fließe die Förderung. „Die Förderung ist dann aber zugesagt, passieren kann nichts mehr“, erklärt Kuhrmann. Im Bewilligungsbescheid für das Projekt sei alles hinterlegt, die Abrechnungen, und das sei schon immer so gewesen, würden indes eine Weile dauern. Bei einem Projekt von 100.000 Euro könnten am Ende bis zu 65.000 Euro zurückerstattet werden.

Brände löschen – nicht nur Träume bauen

„Grundsätzlich geht es immer noch darum, Brände zu löschen“, sagt Kuhrmann bildlich. Es gehe nicht darum, etwas völlig Neues oder Abgefahrenes, Digitales an den Start zu bringen. Viele Antragsteller hätten schlicht dringende Alltagsprobleme: einen Spielplatz, der dringend ertüchtigt werden müsse, um Unfälle zu vermeiden, marode Sanitäranlagen in öffentlichen Gebäuden oder Zugangswege, die längst barrierefrei hätten sein sollen.

Zusätzlich zur Leader‑Förderung verwaltet Kuhrmann auch das Regionalbudget – 200.000 Euro für kleinere Vorhaben im Kreis, davon rund 180.000 Euro vom Freistaat und 20.000 Euro aus dem Kreishaushalt. Für Projekte bis 20.000 Euro sei dieses Programm deutlich niedrigschwelliger. Kuhrmann bezeichnet es als „absolut genial“, zwei unterschiedliche Fördertöpfe gleichzeitig anbieten zu können, und hofft nun auf viele Antragsteller.

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Deutlich spürbar sei es laut Sandra Kuhrmann, dass die Menschen im Unstrut-Hainich-Kreis anpacken und etwas bewegen wollten.