Zusammenfassung

  • Das Friedensfest rund um die historische Eiche auf der Harth bringt erstmals sieben Orte zusammen, um gemeinsam ein Zeichen für Frieden zu setzen.
  • Geplant sind eine Sternwanderung, ein Gottesdienst, Musik und Angebote für Kinder sowie Bewirtung.
  • In diesem Jahr wird mit besonders vielen Gästen gerechnet.

Ihre Wurzeln reichen tief in die Geschichte: Seit 155 Jahren steht die Friedenseiche auf der Harth für eine besondere Botschaft. Am Samstag, 12. September, rückt der historische Baum erneut in den Mittelpunkt. Denn sieben Orte aus dem Unstrut-Hainich-Kreis und dem Wartburgkreis laden zum Friedensfest ein, um Menschen über Dorf- und Generationsgrenzen hinweg zusammenzubringen und gemeinsam ein Zeichen für den Frieden zu setzen.

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Die Eiche steht auf Grumbacher Gemarkung, auf der Wiese gegenüber der Gaststätte Harth-Haus. Gepflanzt wurde sie am 13. August 1871 anlässlich des Endes des Deutsch-Französischen Krieges. „Sie sollen daran erinnern, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist“, sagt der Grumbacher Ortsbürgermeister Thomas Schröder (parteilos).

Frieden fängt im Alltag mit respektvollem Miteinander an

Die Botschaft des historischen Baumes, der als Naturdenkmal gekennzeichnet ist, sei heute aktueller denn je. In vielen Teilen der Welt herrschen bewaffnete Konflikte. „Am Krieg in der Ukraine sehen wir, dass Krieg nicht nur in weiter Ferne stattfindet“, verweist Schröder auf seine geografische Nähe.

Friedenseiche Harth
Seit 2022 ist der Baum ein Naturdenkmal und steht daher unter besonderem Schutz. Inzwischen gibt es dort auch eine Bank, die zum Verweilen einlädt.© Funke Medien Thüringen | Sabine Spitzer

Doch Frieden beginnt nicht erst mit den großen politischen Entscheidungen, betont der Ortsbürgermeister. Er entstehe bereits im alltäglichen Zusammenleben der Menschen. „Wir sollten aufeinander zugehen und trotz unterschiedlicher Meinungen respektvoll miteinander umgehen“, sagt Schröder.

Das erste Friedensfest war 2021 zum 150-jährigen Bestehen der Friedenseiche von den fünf Orten Henningsleben, Wiegleben, Grumbach, Zimmern und Tüngeda gefeiert worden. Ursprünglich war ein zweijähriger Rhythmus geplant. Dies konnte 2023 aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie jedoch nicht eingehalten werden, so dass die zweite Auflage erst 2024 stattfand. Zu beiden Festen kamen jeweils mehrere Hundert Besucher.

Sieben Orte vereinen sich zum großen Friedensfest im Unstrut-Hainich-Kreis

Mit der nunmehr dritten Auflage wächst das Friedensfest weiter: Erstmals beteiligen sich sieben Orte. „Ufhoven und Reichenbach sind neu dabei“, berichtet Schröder. Da beide Dörfer vergleichsweise viele Einwohner haben, könnte das Fest möglicherweise erstmals die Marke von 1000 Gästen erreichen. Aus allen Orten haben sich Engagierte gefunden, die das Fest organisieren. Gefördert wird die Veranstaltung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“.

Den Auftakt bildet eine Sternwanderung: Von den beteiligten Dörfern aus machen sich die Teilnehmer zu Fuß auf den Weg zur Harth. Für ältere Menschen sowie für alle, die nicht gut zu Fuß sind, wird ein Fahrdienst angeboten. Um 14.30 Uhr beginnt an der Friedenseiche ein Gottesdienst, den Superintendent Christian Beuchel gestaltet. Auch Interessierte aus anderen Orten sind herzlich eingeladen.

Anschließend sorgen die Bläsergruppe Behringen, „Voice’n Fun“ aus Erfurt und Alex Austen aus Mühlhausen für das musikalische Programm. Auch für Kinder gibt es verschiedene Angebote. Unter anderem kommen das Urwald-Mobil und eine Hüpfburg auf die Harth.

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Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt: Die Grumbacher Landfrauen bringen selbst gebackenen Kuchen mit. Die weitere Verpflegung übernimmt Harth-Haus-Gastronom Toni Hyseni, der Getränke, Bratwürste und Brätel anbietet. Gegen 20 Uhr soll das Friedensfest enden.