- Neues Simsontreffen: Am 26. September wird die Kartbahn in Schlotheim zum Treffpunkt für Simson-Fans – der Eintritt ist frei.
- Mehr als 40 PS: Zu den Höhepunkten gehören eine außergewöhnlich starke Simson, ein Leistungsprüfstand und ein Burn-out-Stand.
- Eine besondere Geschichte: Hinter dem Treffen stehen Sascha Funk und Christoph Böhm – und die Erinnerung an Böhms verstorbenen Onkel Helmut, der die Entwicklung der Kartbahn einst mit ermöglichte.
Eine Simson mit mehr als 40 PS, ein Rollenprüfstand und Zweitakter auf der Kartbahn: Schlotheim bekommt am 26. September ein neues Simsontreffen. Doch hinter dem ersten großen Treffen steckt nicht nur die Leidenschaft für alte Mopeds – sondern auch die Geschichte von Onkel Helmut, der das Projekt mit möglich machte, den Tag selbst aber nicht mehr erleben wird.

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Der Mann hinter dem Vorhaben ist Sascha Funk. Der 48-jährige Projektentwickler aus Schlotheim ist viel im Außendienst unterwegs – und auf langen Touren kommen ihm die besten Ideen. Schon vor drei Jahren sei ihm das Simsontreffen zum ersten Mal in den Kopf gekommen, berichtet Funk. Gemeinsam mit seinem Sohn Till besitzt er 16 eigene Mopeds: Simson, MZ, SR I und SR II, KR 50 und eine Java 20. – Echte Leidenschaft, echter Fuhrpark.

Vom Hof auf die Kartbahn: Wie aus einem Grillabend ein Fest wurde
Eigentlich sei geplant gewesen, das Treffen auf dem heimischen Hof in Schlotheim zu veranstalten – für Freunde, Bekannte, Gleichgesinnte. Doch beim Angrillen in diesem Frühjahr sei schnell klar geworden: Der Platz würde nicht reichen. Funk, sein Sohn Till und Freundin Nadine seien sich einig gewesen. Deshalb haben sie sich einen guten Freund ins Boot geholt: Christoph Böhm, seit Jahren Betreiber der Kartbahn in Schlotheim. Gemeinsam hat das Quartett einen Plan gestrickt – und inzwischen zählt das Organisationsteam gut ein Dutzend Unterstützer.
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Herzstück des Treffens soll ein Leistungsprüfstand für Zweiräder werden. „Das Moped wird auf einem Rollenprüfstand festgespannt, und der Prüfstand kann über die Radleistung die Motorkraft in PS und das Drehmoment exakt festlegen“, erklärt Sascha Funk. Gerade für Bastler und Tuner, die das Maximum aus ihrem kleinen Zweirad herauskitzeln wollen, dürfte das ein Höhepunkt werden. Wer es noch spektakulärer mag: Ein Burn-out-Stand – zum kontrollierten Provozieren eines Reifenplatzers – sei ebenfalls dabei.
10.000 Euro, 40 PS und einmal Kartbahn
– Doch die eigentliche Attraktion steht noch bevor. Ein ganz besonderes Unikat soll zum ersten Treffen in Schlotheim zu sehen sein: wassergekühlt, mit Carbontank, über 40 PS stark – und einem geschätzten Umbaukostenrahmen von rund 10.000 Euro. Das stärkste Simson-Moped im Unstrut-Hainich-Kreis, heißt es von den Veranstaltern. Zum Vergleich: Reguläre Simson-Modelle erzielen auf dem Gebrauchtmarkt inzwischen bis zu 4.500 Euro – Tendenz steigend, Gemeinschaft wachsend.
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Und dann ist da noch die Überraschung von Christoph Böhm: Er öffnet die Kartbahn in der Halle für alle Simsonfahrer. Simson fahren auf der Kartbahn – einmalig im Unstrut-Hainich-Kreis. Voraussetzung ist eine vollständige Schutzkleidung. Sicherheit gehe immer vor, erklären die Organisatoren. Auch ein kleiner Motorsportclub wird mit seinem Nachwuchs zeigen, was auf Pit-Bikes möglich ist.
Spende fürs Kinderhospiz: Ein Treffen mit Herz
Das Treffen richtet sich ausdrücklich an die ganze Familie: Verpflegung übernehmen die SMS, Kartoffeln am Spieß, Eis kommt von Larü aus Österkörner. Unternehmen wie Dachdecker Carsten Wacker und das Gas-Wasser-Installationsunternehmen Herold – das sogar eigene Getränkebecher mit Branding hat drucken lassen – sowie Gerhard Witt von der Schleiferei in Körner stehen hinter dem Vorhaben.
Nach dem Treffen soll das Kinderhospiz Mitteldeutschland eine Spende erhalten. Noch gesucht werden Händler für Ersatzteile – Interessierte können sich bei Christoph Böhm an der Kartbahn in Schlotheim melden.
Onkel Helmut fehlt – und ist doch dabei
Für den Betreiber der Kartbahn hat das Treffen auch einen ganz persönlichen Bezug. Christoph Böhm Onkel, Helmut Fricke, sei ein leidenschaftlicher Simson-Schrauber gewesen. Und: der Erste, der das Vorhaben seines Neffen „Kartbahn in Schlotheim“ unterstützte – mit einem großzügigen Darlehen, ohne zu zögern.
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„Ohne diese Möglichkeit hätte ich das Projekt niemals so schnell umsetzen können“, sagt Christoph Böhm. Fricke starb im Alter von 69 Jahren an Krebs. Er werde beim ersten Treffen fehlen, so Böhm – aber er habe den Grundstein dafür gelegt.








