Literaturfestival „Lesarten“ startet in die 29. Saison
Weimar ist nicht nur durch sein literarisches Erbe eine Stadt der Klassiker, sondern auch ein lebendiger Ort gegenwärtiger Literatur. Mit diesem Selbstverständnis richten die 29. „Lesarten“ den Blick auf die Stimmen unserer Zeit und auf das Lesen als kulturelle Praxis. Vom 4. März bis zum 1. April 2026 laden die „Lesarten“ zu mehr als 23 Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten in Weimar ein.

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Eröffnet wird das Festival am 4. März um 19 Uhr in der Sendehalle mit Kaleb Erdmann, der aus seinem Roman „Die Ausweichschule“ liest, der 2025 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand und sich mit den Nachwirkungen des Erfurter Amoklaufs von 2002 auseinandersetzt. In den darauffolgenden Wochen präsentieren die Lesarten ein breites Spektrum zeitgenössischer Literatur: Romane, Lyrik, Fantasy, Graphic Novels, Sachbücher, politische Gespräche sowie essayistische und szenische Formate.
Zu den Gästen zählen unter anderem Iris Geisler, die aus Mely Kiyaks „Frausein“ liest, Ulli Lust mit ihrem Sach-Comic „Die Frau als Mensch“ und Reiner Schöne mit seiner Autobiografie. Ilko-Sascha Kowalczuk und Bodo Ramelow stellen ihr gemeinsames Buch „Die neue Mauer – Ein Gespräch über den Osten“ vor. Die Weimarer Autorin Anke Engelmann liest aus ihrem Roman „Blender“, Elke Becker aus „Die Erfinderin der Freiheit“ und Mirko Krüger aus „Heimatschätze – Die schönsten Altstädte in Thüringen“. Ulrike Draesner bringt ihr vom Odysseus-Mythos inspiriertes Buch „Penelopes Sch()iff“ mit nach Weimar, Fantasy-Autorin Manuela Elser kommt mit „City of Storm an d Thunder“ und Hubert Schirneck liest aus „Das Nichts und das Etwas“.
Christa Schuenke, Christoph Heckel und Elke Wiedlitz lesen „Shakespeare: Der Mann, der die Miete zahlt“ von Schauspielerin Judi Dench und Journalist August Modersohn stellt sein reportagenhaftes Buch „In einem neuen Land“ vor. Den Abschluss macht Nora Gomringer am 1. April mit „Am Meerschwein übt das Kind den Tod“. Darüber hinaus wird zu vier Kinderlesungen eingeladen mit den Autorinnen Suza Kolb, Anna Böhm und Josephine Mark.
Ergänzt wird das Programm durch Filmvorführungen im Kino Mon Ami sowie durch Lesungen für Kinder in der Stadtbücherei Weimar und der Grundschule Schöndorf. red
Tickets sind ab sofort im Vorverkauf über die Tourist-Information Weimar zu erwerben. Alle Veranstaltungsdaten und aktuelle Informationen gibt es unter lesarten-weimar.de.
Bereit für Hochwassereinsatz: THW Apolda trainiert auf der Saale

Um auch zu Wasser immer einsatzfähig zu sein, übten Mitglieder des THW-Ortsverbands Apolda auf der Saale in Jena. Dort wurden verschiedene Bootsmanöver trainiert, unter anderem das präzise Anfahren des Ufers. Dabei achtete der Bootsführer besonders darauf, dass das Boot nicht durch die Strömung abgetrieben wurde. Unterhalb der Autobahnbrücke galt es, mehrere Hindernisse im Gewässer sicher zu umfahren. Zwei Einsatzkräfte im Frontbereich des Bootes suchten das Wasser dabei kontinuierlich nach möglichen Gefahren ab.
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausbildung war das sichere Fahren auf fließendem Gewässer. Hierzu übernahmen die Helferinnen und Helfer abwechselnd das Steuer. Gruppenführer Florian Löwinger erklärte dabei die verschiedenen Manöver und die navigatorischen Besonderheiten der Saale.
Das Befahren unterschiedlicher Gewässer ist fester Bestandteil der Ausbildung beim THW. Im Einsatzfall müssen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auf unbekannten Gewässern agieren können, um dort Hilfe zu leisten. Zum Einsatz kommen sie unter anderem bei Hochwasserlagen oder technischen Hilfeleistungen auf dem Wasser. jk
Bald auch in Weimar: Kunstprojekt thematisiert das Nicht-Dazugehören
Judith Klingner hat in Jena und Weimar Englisch und Kunst auf Lehramt studiert, und aus dieser Zeit nicht nur positive Erfahrungen mitgenommen. Sie sagt: „Ich habe mich oft fehl am Platz gefühlt.“ Der Leistungsdruck und der Vergleich mit ihren Kommilitonen habe sie krank gemacht. Dass darüber trotzdem kaum gesprochen wird, will Judith Klingner nicht hinnehmen. Als Teil ihrer Abschlussarbeit hat sie eine Ausstellung konzipiert, die im Herbst 2025 in der Universitätsbibliothek in Jena zu sehen war und jetzt auch nach Weimar kommt.
Ab 11. Februar ist „Fehl am Platz“ in der Universitätsbibliothek Weimar zu sehen. Auf einem großen Banner stehen Gründe, warum Menschen sich fehl am Platz fühlen. Sie sind unter anderem das Ergebnis von mehr als 30 Interviews, die Judith Klingner mit Betroffenen geführt hat. Ihre Gesprächspartner waren nicht nur Studierende, sondern Menschen im Alter von bis zu 86 Jahren. Die Ausstellung ist bis 11. März in Weimar zu sehen. red
Bauhaus-Kofferausstellung erreicht Siena
Die kleinste Bauhaus-Ausstellung der Welt hat ein neues Ziel erreicht: Seit 31. Januar können sich Bürgerinnen und Bürger der toskanischen Kulturstadt Siena in besonderer Weise über die Anfangsjahre des Weimarer Bauhauses vor über einhundert Jahren informieren. Im Liceo Enea Silvio Piccolomini eröffneten Weimars Bürgermeister Ralf Kirsten, die stellvertretende Vorsitzende des Weimarer Stadtrates, Annette Projahn, und Sienas Kulturdezernent Giuseppe Giordano die mobile Ausstellung im Kofferformat. Im Beisein von zahlreichen Schülerinnen und Schülern des Lyzeums erreichte sie damit auf ihrer Europa-Reise durch Weimars Partnerstädte nach Hämeenlinna (Finnland), Zamość (Polen), Schowkwa (Ukraine) und Blois (Frankreich) ihre vorletzte Station.
Die letzte Station der Ausstellung ist Trier. Dort wird sie im Frühjahr ab April zu besichtigen sein. Die „kleinste Bauhaus-Ausstellung der Welt“ ist ein Projekt der Stadt Weimar in Kooperation mit der Klassik-Stiftung Weimar und dem Verein „Bauhaus.Weimar.Moderne. Die Kunstfreunde“. Die Ausstellung wurde kuratiert von Cornelia Erdmann. red
Ausstellung jetzt auch online: Weimar 1945 in historischen Luftbildern
Nach sechs Monaten Laufzeit mit insgesamt rund 7500 Besucherinnen und Besuchern und mehreren Begleitveranstaltungen sind die Inhalte von „Spuren des Krieges. Weimar im Sommer 1945“, einer Sonderausstellung im Stadtmuseum Weimar aus dem Jahr 2025, nunmehr im Internet weiter verfügbar.
Dazu wurde die Medienstation aus dem Stadtmuseum online verfügbar gemacht. Sämtliche in der Ausstellung gezeigten Bilder sind hochauflösend enthalten. So etwa die Schrägluftbilder, das Panorama der zerstörten Weimarer Innenstadt und die Luftbilder inklusive des einzigartigen Bildes direkt vom Luftangriff am 9. Februar 1945.
Besonders die Schrägluftbilder des Areals an der Kromsdorfer Straße (Weimar-Werk) geben einen detaillierten Einblick in das System von Zwangsarbeiterlagern und Außenlagern des KZ Buchenwald in der Weimarer Rüstungsindustrie.
Passend zum Gedenken an die Opfer der Luftangriffe auf Weimar möchte der Verein Flugplatz Nohra auf dieses besondere Angebot hinweisen. Es kann für die Bildung genutzt werden, aber auch einfach nur zu einer Erkundungsreise in eine lange vergangene Zeit. Auf den Luftbildern ist außerdem die Suche nach dem eigenen Haus im Jahr 1945 möglich. red
Zu den Ausstellungsinhalten geht es unter https://weimar1945.flugplatz-nohra.de/
Gemeinderat berät Finanzplanung für Ettersburg
Zur nächsten Gemeinderatssitzung wird am Dienstagabend, 10. Februar, in Ettersburg geladen. Im Versammlungsraum des Gemeindehauses geht es ab 19 Uhr unter anderem um die Finanzplanung bis 2029, die Waldstraße und die Straßenunterhaltung. Bürgerinnen und Bürger haben anschließend die Möglichkeit, Fragen zu stellen. red
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Kranichfeld: Wasserproben untersuchen lassen
Die Arbeitsgruppe für Umwelttoxikologie, ein eingetragener Naturschutzverein, ermöglicht auf Beratungsveranstaltungen, sich zu Fragen der Wasser- und Bodenqualität, der Wasseraufbereitung und einer optimalen Bodendüngung zu informieren. Am Donnerstag, 12. Februar, ist der Verein wieder im Kreis Weimarer Land unterwegs. Von 13.30 bis 14.30 Uhr macht er im Verwaltungsgebäude in Kranichfeld (Alexanderstraße 7) Halt.
Gegen einen Unkostenbeitrag können dann Wasserproben sofort auf den pH-Wert und die Nitratkonzentration untersucht werden. Wer dies möchte, sollte etwa einen Liter frisch abgefülltes Wasser in einer Kunststoff-Mineralwasserflasche mitbringen. Auf Wunsch kann die Probe auch auf verschiedene Einzelparameter wie etwa Schwermetalle oder auf Brauchwasser- beziehungsweise Trinkwasserqualität überprüft werden. Weiterhin werden auch Bodenproben für eine Nährstoffbedarfsermittlung entgegengenommen. Hierzu ist es notwendig, an mehreren Stellen des Gartens Boden auszuheben, sodass insgesamt rund 500 Gramm der Mischprobe für die Untersuchung zur Verfügung stehen. red




