Der Geburtstag des Pastellmalers, Kunstprofessors und Pößnecker Ehrenbürgers Franz Huth (1876-1970) jährt sich zum 150. Mal. Diesem Anlass sind in Pößneck verschiedene Veranstaltungen gewidmet und den Auftakt bildete ein besonderes Restaurierungsprojekt. Die letzte Ruhestätte des Künstlers wurde in alten Glanz versetzt. 

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Franz Huth gilt heute als einer der bedeutendsten Pastellmaler des 20. Jahrhunderts. In Pößneck ist er fest im kollektiven Gedächtnis verankert. Das Licht der Welt hatte er in der Krautgasse 8 erblickt. Sein Leben lang widmete er sich lichtvollen Interieurs und stimmungsvollen Landschaften. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Historischen Friedhof im Herzen Weimars, seiner Wahlheimatstadt. Nach mehr als 50 Jahren war die Grabstätte – trotz Pflegevertrags – eines Ehrenbürgers nicht mehr würdig. 

Franz Huth
Der restaurierte Grabstein vor der anschließenden Neubepflanzung der Grabstätte.© OTZ | Stadtverwaltung Pößneck

Der Pößnecker Steinmetz Matthias Hoff übernahm die anspruchsvolle Aufgabe und restaurierte den Gedenkstein umfassend. Witterung und Zeit hatten deutliche Spuren an dem Monument hinterlassen. Ziel der Arbeiten war es, die Inschriften wieder lesbar zu machen und den Stein so zu konservieren, dass er auch für kommende Generationen als Ort des Gedenkens erhalten bleibt. Nun steht er wieder an seinem Platz. Frischer Blumenschmuck umgibt ihn. So kann er die internationalen Besucher des Friedhofs wieder angemessen auf den Kunstschaffenden aus Pößneck aufmerksam machen.

„Sieh dir diesen Huth an! “

Und was kommt als Nächstes? Unter dem Titel „Sieh dir diesen Huth an! “ bereitet das Pößnecker Stadtmuseum gemeinsam mit Thomas und Marion Pfeffer von der Pößnecker Kulturstube eine umfangreiche Ausstellung zum 150. Geburtstag des Künstlers vor. Die städtischen Bestände umfassen zwar mehr als 60 Werke, die Familie Pfeffer dürfte aber die weltweit umfangreichste Sammlung mit Bildern von Franz Huth besitzen.

Ein Aufruf an die Bevölkerung hat für die Sonderschau neben den bekannten Beständen zahlreiche exklusive Leihgaben aus Privatbesitz erschlossen. So wird ein bislang unerreichter Blick auf das Lebenswerk des Künstlers möglich, der mit seinen oft poetischen Bildern und mit seinem ausgeprägten technischen Können weltbekannt wurde. 

Interessierte aus Pößneck und darüber hinaus müssen nicht mehr lange warten. Die Eröffnungsveranstaltung zu den diesjährigen Huth-Aktivitäten findet am 4. Juni im Museum 642 am Klosterplatz statt. Beginn an dem Donnerstag ist um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.