Für die Erstklässler der Grundschule Pfiffelbach war die Schuleinführung dieses Jahr eine einprägsame: Sie erhielten ihre Zuckertüten in einem waschechten Zirkuszelt. Die zukünftigen Viertklässler zeigten ihnen in der Manege in einem beeindruckenden Programm, was in einer Zirkuswelt so alles möglich ist und verzauberten sie mit Zaubertricks und bunten Kostümen.

Täglich
Der Newsletter für Weimar
Alle wichtigen Informationen aus der Klassikerstadt Weimar, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Nachdem die frisch aufgenommenen Schülerinnen und Schüler ihre Zuckertüten ausgepackt haben, werden sie in ihren ersten zwei Schulwochen mit allen Schülern der Grundschule selbst in die Zirkuswelt hineinschnuppern und sich ebenfalls als Zauberer, Fakire oder Seiltänzerinnen ausprobieren.
„Das wird für alle eine aufregende und vielleicht auch ein bisschen herausfordernde Zeit, doch auch eine Zeit, in der Freude und das Gefühl der Gemeinschaft eine wichtige Rolle spielen“, erzählt ihre Lehrerin Michaela Diener dazu. Den Erstklässlern könne nichts Besseres widerfahren, als ein solcher Auftakt.
Musikalische Lesung zu psychischer Gesundheit
Das Zirkusthema hatte die Schülerinnen und Schüler auch bereits in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien bewegt, als die vielfach ausgezeichnete Kinderbuchautorin Claudia Gliemann aus Karlsruhe zu einer Lesung in die Grundschule Pfiffelbach kam.
Sie brachte ihr bekanntes Buch „Papas Seele hat Schnupfen“ und ihre Gitarre mit. Damit nahm sie und die Schüler auf eine musikalische Lesereise mit. Im Gespräch über das Buch tauchten leichtere und ernstere Fragen auf.
Kinderbuch: Papas Seele hat Schnupfen
Durch die Geschichte konnten die Kinder mit dem Mädchen Nele mitfühlen, deren Papa, ein starker Seilartist, auf den sie unendlich stolz ist, mit einem Mal krank wird, sich verändert und von einer großen Traurigkeit erfasst wird. Nele versteht es lange nicht und kann sich seinen Zustand nicht erklären. Doch da gibt es Erwachsene wie den Dummen August, einen überaus schlauen Clown, der Nele einfühlsam erklärt, was mit ihrem Papa los ist und ihr damit hilft.
Die Autorin habe die Fragen zum Buch sensibel aufgenommen, so Diener. Sie lud die Schüler ein, sich klarer zu werden, was ihre eigenen Stärken sind, mit wem sie sprechen können, was es dazu braucht und dass keiner alleinbleiben muss. Verschiedene, auch schwieriger anzusprechende Gefühle wie Wut, Traurigkeit, Scham, und Ratlosigkeit wurden dabei besprochen.
Weitere aktuelle Beiträge aus Apolda und Umgebung:
- Razzia in Apolda: Was hinter den Ermittlungen gegen die rechtsextreme Musikszene steckt
- Aus dem alten Kiosk wird ein Treffpunkt: Stillcafé in Apolda ist zurück
- „Der Bock säuft“: Zwiebelmarkt in Apolda wird mit zehntausenden Gästen zum Erfolg
- Neuer Chef am Krankenhaus in Apolda: Er will nicht alles umkrempeln
Die Zweit, Dritt- und Viertklässler werden in den ersten beiden Schulwochen nun im Zirkuszelt ihre eigene Zirkusgeschichte erarbeiten. Diese Projektwochen verdanken sie der AOK plus Thüringen, die allumfänglich finanziert. In der Geschäftsstelle Apolda konnten sich die Schulen Anfang Mai in einer Auftaktveranstaltung über die Möglichkeit informieren.





