Er gilt als der Tag, der die Welt veränderte: Am 11. September vor 25 Jahren haben islamistische Terroristen die USA mit einer Welle von Selbstmordattentaten überzogen. Bilanz von 9/11: Fast 3000 Menschen starben unmittelbar, beispielsweise durch den Einsturz der Zwillingstürme des World Trade Centers in New York, in die zwei Flugzeuge gerast sind.

Terror statt fröhlicher Geburtstag in Weimar

Wohl jeder Mensch auch in Weimar und im Weimarer Land, der seinerzeit alt genug war, erinnert sich mit Sicherheit an jenen Tag, daran, wo er war, was er gemacht hat. Das gilt auch für mich: Es war der 65. Geburtstag meiner Mutter. Wir hatten uns so auf einen schönen Tag gefreut. Stattdessen standen und saßen wir in Weimar ständig vor dem Fernseher, der sonst bei uns erst abends angeschaltet wird. Diese Bilder, diese Bilder wollten wir sehen, nicht nur die Nachrichten hören, um vielleicht in etwa zu verstehen, was da passiert.

Ich stand im Wohnzimmer meiner Mutter, vor dem Fernseher, erschüttert, nicht verstehend und nicht glauben könnend, was ich da sah: diese einstürzenden Türme, die entführten Flugzeuge, die Retter in New York am Limit, Sirenengeheul im Dauerton, schreiende Menschen, nicht zu verarbeiten, nicht zu fassen.

Notdürftiger Erklärungsversuch für die kleine Tochter

Mittendrin in diesem Gefühlschaos aus Geburtstag und tausendfachem Sterben stand auch unsere nicht einmal zweieinhalbjährige Tochter vor dem Fernseher. Sie war aufgeregt, weil ihre Oma Geburtstag hatte, und merkte natürlich, dass es anders war als bei den anderen Feiern, die sie bisher erlebt hatte. Sie fragte so etwas wie: „Was ist da?“ Ich schluckte, nach einer Antwort ringend. Und ich weiß sie noch bis heute: „Da haben böse Menschen etwas ganz Schlimmes gemacht!“ So schlimm, dass ich nicht mehr weiß, wie wir eigentlich den Tag verlebt haben.

Woran erinnern Sie sich beim Datum 11. September 2001? Schreiben Sie uns gerne an weimar@funkemedien.de oder apolda@funkemedien.de.