Insgesamt 23 Objekte beziehungsweise Veranstaltungen in Weimar und 17 im Weimarer Land können Neugierige am Sonntag, dem 13. September, beim diesjährigen Tag des offenen Denkmals erleben. Dieser steht bundesweit unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“. Damit möchte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zum einen auf die Netzwerke von Menschen aufmerksam machen, die für den Erhalt und die Pflege von Denkmalen sorgen. Zum anderen wird auch die gebaute Infrastruktur in den Blick genommen: Bahnhöfe, Brücken, Industriegebäude – viele von ihnen besitzen Denkmalwert und sind spannende Entdeckungen. Allerdings lassen sich im reichhaltigen Programm auch Objekte finden, die sich nicht in das Motto pressen lassen.
Was im Haus der Frau von Stein geboten wird
Besonderer Höhepunkt in diesem Jahr ist in Weimar die Möglichkeit, nach Jahren des Leerstands und der letztlich unvollendet gebliebenen Sanierung durch den einstigen Investor das Haus der Frau von Stein zu besichtigen. Interessierte können das Erdgeschoss des barocken Gebäudes von 10 bis 18 Uhr auf eigene Faust erkunden.
Überdies gibt es an der Ackerwand ab 11 Uhr Führungen, für die eine Anmeldung unter https://www.ticketino.com/de/Search/?q=weimar erforderlich ist. Angeboten werden diese von 11.15 bis 13 Uhr von Oberbürgermeister Peter Kleine (parteilos) sowie von 13 bis 16.30 Uhr vom Architekten Matthias Münz und der städtischen Denkmalschutzbehörde. Das Gebäude wurde für den Tag weitestgehend von den Überbleibseln der alten Baustelle beräumt und bietet von 17 bis 17.30 Uhr zudem die Kulisse für die Aufführung von „Ein Tag im Hause Stein“. Die szenische Lesung des Theaters im Gewölbe gestalten Regine und Detlef Heintze.
Auf der Freifläche zum Park hin wird ein Pop-up-Biergarten eingerichtet. Dort gibt es Spiel- und Austauschmöglichkeiten. Obendrein stellt sich die Mal- und Zeichenschule als künftiger Nutzer der Immobilie vor.
Sendehalle und Stadtschloss Weimar öffnen ihre Pforten
Weitere Höhepunkte in Weimar sind die Sendehalle und das Residenzschloss. Die in der NS-Zeit als Nietzsche-Gedächtnishalle geplante und in der DDR als Hörfunkgebäude genutzte Sendehalle ist von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Führungen werden um 10 und 12 Uhr angeboten, ferner um 14 und 16 Uhr Vorträge sowie um 18 Uhr ein Abschlusskonzert.

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Das Residenzschloss, dessen Ostflügel im Herbst wieder eröffnet wird, können Interessierte unter dem Titel „Dichterwelten / Dichterzimmer“ im Rahmen von vier Führungen erkunden. Dazu ist unter https://tickets.klassik-stiftung.de/#/product/event/6459 eine Anmeldung notwendig. Beginn ist um 10.30, 11.30, 12.30 und 14.30 Uhr am Löwenportal des Stadtschlosses.
Daneben öffnen viele weitere Orte im gesamten Stadtgebiet: Kirchen, Museen, Universitätsgebäude. Führungen zu den historischen Brunnen und durch Weimarer Gartenanlagen, ein musikalisches Begleitprogramm sowie Mitmachaktionen in der Pavillon-Presse oder der Werkbank ergänzen das Programm.
Übersicht in Weimar mit Faltblatt oder im Internet
Die Stadt Weimar hat alle Angebote gebündelt und in einem Faltblatt mit Stadtkarte veröffentlicht. Darin finden sich auch organisatorische Hinweise: Für einige Führungen ist eine Anmeldung erforderlich, teils gelten Teilnahmebegrenzungen, manche Orte sind nicht barrierefrei oder nur mit festem Schuhwerk zu besichtigen. Das Programmheft liegt in der Tourist-Information Weimar sowie an weiteren Auslagestellen in der Stadt aus und steht online als PDF zur Verfügung.
Im Weimarer Land haben Neugierige ebenso die Qual der Wahl. So beginnt bereits um 9 Uhr am Goethebrunnen in Bad Berka eine geführte Wanderung zum Tag des offenen Denkmals. Eine Entdeckertour auf den Spuren von Carl Müllerhartung in Bad Sulza wird ab 8.30 Uhr mit Start an der Tourist-Information angeboten.

Im Weimarer Land Burgmarkt zum Denkmaltag
In die Welt der Korbmachergeschichte können Neugierige zum Tag des offenen Denkmals von 10 bis 18 Uhr im Korbmachermuseum in Tannroda eintauchen. Auf der Wasserburg Niederroßla wartet von 10 bis 17 Uhr nicht nur das Gemäuer auf Besucher, sondern auch ein Burgmarkt.
Das Oberschloss in Kranichfeld hält seine Pforten von 10 bis 14.30 Uhr geöffnet. Der Eulensteinsche Hof in Hohlstedt erwartet Neugierige in der Zeit von 10 bis 17 Uhr. In Tiefengruben steht die Kirche St. Nikolaus zum Denkmaltag von 10.30 bis 17 Uhr offen. Ferner hofft auch die Ordensburg in Liebstedt von 13 bis 18 Uhr auf viele interessierte Besucher.

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Das Kulturgut Ulrichshalben verbindet den Denkmaltag von 11 bis 17 Uhr mit dem Deutschen Orgeltag, die Alte Glockengießerei in Apolda richtet zeitgleich einen Tag der offenen Tür aus. Auf der Wasserburg Kapellendorf findet von 10 bis 17 Uhr zum Denkmaltag auch ein Ersthelfertag für Kinder statt.
Alle Angebote finden sich ebenso unter https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/ auf der Seite der Stiftung Deutscher Denkmalschutz.





