Zu einem ausgelassenen Fest bis tief in die Nacht hat sich am Samstag das Theaterfest entwickelt, mit dem das DNT und die Staatskapelle Weimar bereits traditionell die neue Spielzeit einläuten. Über den Tag verteilt waren rund 4000 Besucherinnen und Besucher dabei, berichtete eine DNT‑Sprecherin auf Anfrage unserer Zeitung.

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Den ersten Jubel beim Fest verdienten sich die Hobbymusikerinnen und ‑musiker, die mit der Staatskapelle Weimar zum Auftakt auf dem Theaterplatz beim ersten „Symphonic Mob“ mitgespielt haben. Ihr Auftritt begeisterte das Publikum ebenso wie die Profis um den Dirigenten Daniel Carter, der wie alle Teilnehmenden sichtlich Freude an dem gelungenen Experiment hatte.

Wie eine Geigerin aus Weißensee zum „Mob“ kam

Zu den Hobbymusikern, die den Mut zum Auftritt mit der Staatskapelle hatten, gehörte Irina Rusch. Die Tierärztin aus Weißensee wurde durch ihre in Weimar lebende Schwester auf die Einladung zum „Symphonic Mob“ aufmerksam gemacht. Sie sei wie immer vor Auftritten „ganz schlimm aufgeregt“ gewesen. „Aber wenn es losgeht, ist alles gut“, sagte die Hobbymusikerin, die viele Jahre in einem Uni-Orchester gespielt hat und heute noch kleinere Auftritte absolviert.

Theaterfest Weimar DNT Staatskapelle
Irina Rusch aus Weißensee wurde über ihre Schwester, die in Weimar lebt, auf den „Symphonic Mob“ aufmerksam und war begeistert.© Funke Medien Thüringen | Susanne Seide

Experiment geglückt – zweite Auflage in Weimar im Blick

Gespielt hat Irina Rusch auf einer Geige aus dem Jahr 1789, einem Familienerbstück. „Das war eine ganz tolle Atmosphäre“, sagte die Tierärztin, die bei einer zweiten Auflage gerne wieder dabei wäre. „Davon ist fest auszugehen.“ Und auch davon, dass es diese zweite Auflage im kommenden Jahr gibt. „Der Mob hat alles in allem super funktioniert und fand viel Zuspruch, weshalb er im nächsten Jahr auf jeden Fall wiederholt werden soll“, resümierte das DNT.

Nach dem Mob warteten die Festgäste bereits voller Ungeduld auf den Einlass um 15 Uhr. Viele eilten direkt hoch zum Kostümverkauf, um sich die besten Stücke zu sichern. Später folgte die umjubelte Ensemblegala mit Beiträgen von Musiktheater und Schauspiel. Besonders die neuen Ensemblemitglieder Hannah-Theres Weigl, Maria Zherebiateva und Jacob Harrison haben sich laut DNT „direkt in die Herzen des Publikums gesungen“. In diesem Rahmen wurden wieder zwei Stipendien für den künstlerischen Nachwuchs des DNT vergeben: Zainab Alsawah (Schauspiel), die den Eröffnungsmonolog aus „Faust II“ ablieferte, und Adèle Clermont (Musiktheater) mit der Arie der Olympia aus „Hoffmanns Erzählungen“ konnten sich darüber freuen.

Mit Kaufkarten zur Show kein Gerangel um Plätze

Die Entscheidung, für die One-Minute-Show erstmals Kaufkarten (mit festen Plätzen) anzubieten, habe sich als absolut richtig erwiesen. Damit wollte das DNT das sonst übliche Gerangel nach den begehrten Plätzen vermeiden. Trotz fünf Euro pro Karte war die Show bereits seit Mitte der Woche ausverkauft und wurde am Ende mit einem langen Applaus gefeiert.

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Anschließend hat die Band „Volume8“ bis 1.30 Uhr im Großen Haus für tolle Stimmung auf der Tanzfläche gesorgt. DJ Timo beendete um 2 Uhr im Foyer das Fest mit einem Walzer, als immer noch viele getanzt haben. „Insgesamt war die Stimmung sehr fröhlich und ausgelassen. Die Laune war bei allen sehr gut, das Publikum war super freundlich und zugewandt“, berichtete erfreut die DNT-Sprecherin.