Im US-Bundesstaat Washington wütet aktuell das Bear-Gulch-Feuer. Es ist ein Waldbrand von erheblichem Ausmaß. Viele Löschmannschaften bekämpfen seit Tagen die Flammen.

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Wie die „Seattle Times“ jetzt allerdings berichtet, seien zwei Feuerwehrleute festgenommen worden. Laut einer kurzen Mitteilung der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde vom Donnerstag sind beide illegal in die USA eingereist.

US-Einwanderungsbehörde überprüft 44 Personen

Der Mitteilung zufolge überprüften Bundesbeamte die Identität von insgesamt 44 Personen aus den privat beauftragten Feuerwehrmannschaften. Die Feuerwehrleute waren auf der Olympic Peninsula im Einsatz, um den Waldbrand im Bundesstaat zu bekämpfen.

News aus den USA

Michael Kerwin-Smith, einer der Feuerwehrleute, der kontrolliert wurde und der mit der Zeitung gesprochen hatte, sagte, sie seien verhört und circa drei Stunden festgehalten worden. Zeit, die dann für die wichtigen Löscharbeiten fehlte. Außerdem habe sich Kerwin-Smith aufgrund seiner dunklen Hautfarbe rassistisch diskriminiert gefühlt.

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Laut „Seattle Times“ machte die Grenzschutzbehörde keine Angaben zu den strafrechtlichen Ermittlungen. Die Sonderbeauftragte für Strafverfolgung und Sicherheit für die entsprechende Region reagierte nicht auf eine Anfrage der Zeitung. So blieben viele Fragen offen. Etwa, ob die Unternehmen oder die Feuerwehrleute Ziel der strafrechtlichen Ermittlungen waren oder ob die Ermittlungen mit den Verhaftungen in Verbindung standen.

Trump-Regierung geht aggressiv gegen Einwanderer vor

Seit US-Präsident Donald Trump seine zweite Amtszeit angetreten hat, hat das Ministerium für Innere Sicherheit die Maßnahmen zur Durchsetzung der Einwanderungsgesetze aggressiv verschärft und war sowohl gegen legale als auch illegale Einwanderer im ganzen Land vorgegangen.

Die demokratische US-Senatorin Patty Murray kritisierte die Trump-Regierung wegen der Verhaftung der Feuerwehrleute scharf. „Niemand sollte davon ausgehen, dass dies notwendig oder angemessen war“, sagte sie in einer Erklärung am Donnerstag.

Erst Anfang August hatte die Migrationspolitik der Trump-Regierung einen Rückschlag erlitten. Ein Berufungsgericht hatte einen Einspruch der Regierung gegen eine Gerichtsentscheidung von Juli zurückgewiesen, die Festnahmen ohne hinreichenden Verdacht bei umstrittenen Razzien gegen mutmaßliche irreguläre Einwanderer im Bundesstaat Kalifornien untersagt hatte.

dw/fmg/AFP