„Du willst als Frau einfach nur deine Urlaubsfotos entwickeln lassen ...“ – Mit diesen Worten leitet die Stuttgarter Influencerin Kim Hoss ihren Instagram-Post ein, der bei ihren 90.000 Followern, aber auch über diesen Kreis hinaus, für Aufsehen sorgt. Die 38-Jährige berichtet, sie haben in einer Stuttgarter Filiale der Drogeriekette dm Bilder entwickeln lassen, die sie mit ihrer Analogkamera gemacht habe. Als ihr Freund die Fotos abholte, sollen zwei Bilder gefehlt haben, auf einem soll Hoss nackt zu sehen sein. Sie habe das Fehlen der Bilder aber erst zwei Tage später bemerkt, so Hoss.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

„Das ist schon eines der ekelhaftesten Gefühle, wenn du weißt, jemand in deinem Umkreis hat ein Nacktfoto von dir – du weißt nicht, wer und was damit gemacht wird“, erklärt Hoss in einem Instagram-Video. Mit ihrem Post hat Hoss offenbar einen heiklen Punkt getroffen. Ihr Beitrag wurde hunderttausende Male angeklickt und eifrig kommentiert. Besonders Followerinnen berichten von ähnlichen Erfahrungen. „Lasst uns das Fotoparadies als vergiftet bezeichnen und es nie wieder besuchen!“, schlussfolgert die Schwäbin.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Instagram, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Influencerin Kim Hoss zeigt dm an: So reagiert die Drogeriekette auf den Vorfall

Doch nicht nur das: Hoss hat Anzeige gegen den Drogeriemarkt erstattet und fordert 10.000 Euro Schadenersatz. Es gehe um ihren Ruf, so Hoss. Schließlich sei sie eine Person, die in der Öffentlichkeit stehe. Dem SWR sagte die Influencerin, dass sich die Drogeriekette ihrer Ansicht nach nicht ausreichend um die Sicherheit von Kundendaten kümmere. „Das ist schon länger ein systematisches Problem in vielen dm-Filialen. Ich will darauf aufmerksam machen“, sagte sie dem Sender. Hoss fordert, dass Bilder in den Fotoausgaben nicht mehr für jeden zugänglich sein sollten. Sie müssten hinter einer Theke aufbewahrt werden. Jeder, der Bilder abholen wolle, müsse sich ausweisen.

Ein dm-Sprecher erklärte auf eine SWR-Anfrage, alle Mitarbeitenden seien angehalten, die Fototheke in den dm-Märkten aufmerksam zu beaufsichtigen. Zudem komme in vielen Märkten Sicherheitspersonal zum Einsatz. Veränderungen und Verbesserungen stehe der Drogeriemarkt offen gegenüber und prüfe regelmäßig verschiedene Ansätze, heißt es weiter.

Für Kim Hoss dürfte der Ärger wegen der verschwundenen intimen Bilder nicht der letzte Aufreger gewesen sein. Auf ihrem Instagram-Kanal spricht sie regelmäßig gesellschaftlich heikle Themen an, etwa zur Sexualität und zu ihren Erfahrungen mit Dating-Apps. Sie werde „auch gerne noch lauter, wenn andere schweigen“, so Hoss, die in Stuttgart als Kommunikationsdesignerin arbeitet, auf ihrer Homepage. Oder wie schreibt sie in ihrem aktuellen Beitrag so treffend: „Das Leben einer Frau steckt einfach immer voller Überraschungen!“