Bei Schüssen in einer Mormonenkirche in den USA ist ein Opfer gestorben. Neun weitere wurden verletzt, wie die Polizei auf einer Pressekonferenz über den Vorfall in der Kleinstadt Grand Blanc im US-Bundesstaat Michigan mitteilte. Auch der Tatverdächtige, ein 40-jähriger Mann, ist demnach tot.

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Der Vorfall soll sich während eines Gottesdienstes ereignet haben, als sich Hunderte Menschen in der Kirche befanden. Dabei gab es auch einen Brand, die Polizei geht davon aus, dass der Tatverdächtige diesen vorsätzlich gelegt habe. Das Feuer soll den Angaben zufolge inzwischen gelöscht sein. 

Schüsse in einer Kirche in den USA
Ein Michigan State Trooper steht an der McCandlish Road in der Nähe des Tatorts in Grand Blanc.© Jose Juarez/FR171038 AP/AP/dpa | Jose Juarez

Schüsse in Michigan (USA): Trump geht von gezieltem Angriff auf Christen aus

Nach vorherigen Angaben des zuständigen Sheriffs stand die gesamte Kirche in Flammen. Die Polizei geht davon aus, weitere Opfer zu finden, sobald sie die Kirche durchsuchen kann. 

US-Präsident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social: „Der Verdächtige ist tot, aber es gibt noch viel zu klären. Es scheint sich um einen weiteren gezielten Angriff auf Christen in den Vereinigten Staaten von Amerika zu handeln.“ Er nannte aber keine Details und legte zunächst keine Belege dafür vor. Trump schrieb weiter: „DIESE EPIDEMIE DER GEWALT IN UNSEREM LAND MUSS SOFORT BEENDET WERDEN!“

„Die Kirche steht im Kontakt mit den örtlichen Strafverfolgungsbehörden, während die Ermittlungen andauern und wir über den Zustand der Betroffenen informiert werden“, teilte Mormonensprecher Doug Anderson dem US-Sender abcnews mit. „Wir danken den Rettungskräften, die Opfern und Familien helfen. Wir sind zutiefst dankbar für die vielen Gebete und die Anteilnahme so vieler Menschen weltweit.“

News aus den USA

Hängt Tat mit Tod des Mormonenführers Russell M. Nelson zusammen?

US-Justizministerin Pamela Bondi teilte auf X mit, dass es sich um „einen schrecklichen Schusswaffenvorfall“ zu handeln scheint. Mitarbeiter der Bundespolizei FBI seien auf dem Weg zum Ort des Geschehens. „Solche Gewalt an einem Ort der Andacht ist herzzerreißend und erschreckend.“ Sie bat um Gebete für die Opfer.

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Auch die Gouverneurin des Bundesstaats, Gretchen Whitmer, verurteilte den Vorfall auf X: „Gewalt ist überall, insbesondere an einem Ort der Andacht, inakzeptabel“, betonte sie. Sie bedankte sich bei den Ersthelfern, die schnell gehandelt hätten. Man beobachte die Situation weiter, schrieb sie.

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Nach Angaben der Polizei soll ein Durchsuchungsbefehl für die Wohnung des Verdächtigen ausgestellt werden. „Wir werden herausfinden, ob es ein Motiv gab.“ Man werde Handyaufzeichnungen und Ähnliches überprüfen. Die Bundespolizei FBI unterstützt die Ermittlungen demnach mit 100 Mitarbeitern. Da viele Personen in der Kirche waren, müsste man viele Zeugenaussagen einholen, hieß es.

Möglicherweise könnte die Tat mit dem Tod des Mormonenführers Russell M. Nelson zusammenhängen. Dieser war am Sonntag im Alter von 101 Jahren in seinem Haus in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah – dem traditionellen Zentrum der Mormonen – gestorben.

pvt, jst/dpa