Die britische Primaten-Forscherin Jane Goodall ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Das Jane Goodall Institute teilte am Mittwoch über Social Media mit, dass Goodall „auf natürliche Weise“ verstorben sei. Zuletzt befand sie sich in Kalifornien im Rahmen ihrer US-Vortragsreise.
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Goodall gilt als eine der einflussreichsten Primatologinnen. Schon als Kind zeigte sie eigenen Angaben nach eine außergewöhnliche Liebe zu Tieren. Da sie sich kein Studium leisten konnte, ließ Goodall sich zur Sekretärin ausbilden. 1957 reiste sie auf Einladung einer Mitschülerin nach Kenia. Hier lernte sie den Forscher Louis Leakey kennen, der ihr anbot, im Gombe-Stream-Schutzgebiet in Tansania das Verhalten von Schimpansen zu beobachten.
Jane Goodall entdeckte, dass Schimpansen Werkzeuge benutzen
Dabei machte Goodall die Entdeckung, dass Schimpansen Werkzeuge benutzen, indem sie Stöcke zum Angeln von Termiten einsetzten – und widerlegte damit die These vom Menschen als einzigem Werkzeugmacher. Über mehrere Jahrzehnte lebte sie mit den Tieren und zeigte, dass sie kommunizieren, individuelle Persönlichkeiten entwickeln und komplexe soziale Beziehungen pflegen.
Nach ihrer Rückkehr aus Tansania engagierte sich Goodall weiterhin für den Schutz von Tieren und Natur. 1977 gründete sie das Jane-Goodall-Institut, das heute weltweit aktiv ist und sich für Artenschutz, Bildungsprojekte und die Förderung junger Menschen einsetzt. Mit dem Programm „Roots & Shoots“ erreichte sie Millionen Schülerinnen und Schüler in über 100 Ländern und machte sie zu Botschafterinnen und Botschaftern für Umweltschutz.

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Für ihr Lebenswerk erhielt Goodall zahlreiche internationale Auszeichnungen, darunter die Aufnahme in den „Order of the British Empire“ (DBE) und die Ernennung zur Uno-Friedensbotschafterin. Bis zu ihrem Tod reiste sie um die Welt, um ihre Botschaft weiterzugeben. Das Institut würdigte sie im Beitrag als „eine unermüdliche Verfechterin des Schutzes und der Wiederherstellung unserer natürlichen Umwelt“.


























