• Eine Begegnung in London veränderte das ganze Leben der Schwedin Sofie Louise (38)
  • Die Bürgerliche wurde Prinzessin und ihr Alltag ist heute streng geregelt
  • Im Malaysia wird sie gefeiert, in Schweden ist sie weiter unbekannt

Prinzessin Sofie Louise ist das Strahlen selbst. Sie gehört zu der Art Royals, die Teile ihres Lebens geradezu leidenschaftlich gerne öffentlich macht. Auf Instagram, wo sie sich regelmäßig in herzlicher Harmonie mit Ehemann Tengku Muhammad Faiz Petra (51) und Söhnchen Johan (2) zeigt, ist sie ein Star. Doch in ihrer Heimat Schweden kennt kaum einer die 39-Jährige, die als Bürgerliche geboren wurde und nun zur Royal Family des malaysischen Sultanats Kelantan gehört. Kennengelernt haben sich Sofie Louise Johansson und der jetzige Prinz in London. Damals war ihr Angebeteter noch der Thronfolger des Sultanats – doch das sollte sich ändern.

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Sofie Louise, die aus der Gemeinde Mantorp nahe der Universitätsstadt Linköping stammt, zog es zum Studium (Englisch und Soziologie) in die britische Hauptstadt, wo Amor seinen Pfeil verschoss. Tengku Muhammad Faiz Petra war ein Historienfan, studierte Geschichte, machte seinen Doktortitel. Derzeit ist seine Königliche Hoheit „Vorsitzender verschiedener privater Unternehmen“, heißt es über ihn in lokalen Medien. Seit 2022 ist er „Pro-Kanzler der Universität Malaysia Kelantan“.

Was genau es war, das die Schwedin an Tengku faszinierte? Auf den aktuellen Fotos, die seine Frau auf ihrem Instagram-Kanal postet, schaut er freundlich, geradezu gemütlich drein. Wie ein Fitnessguru wirkt er nicht gerade, ganz anders also als seine Frau, von der es heißt, dass sie richtig gehend vernarrt in alles ist, was mit Bewegung zu tun hat.

Kronprinzessin Sofie Louise
Lernten sich in London kennen: Dr. Tengku Muhammad Faiz Petra (49) von Kelantan mit Ehefrau Sofie Louise.© ljo_/Instagram | ljo_/Instagram

Royale Hochzeit: Geschenke gingen an die Wohlfahrtsorganisationen

Als Tengku seine Sofie Louise am Valentinstag im Jahr 2018 einen Heiratsantrag machte, war er noch die Nummer eins der Thronfolge. Am 19. April 2019 gaben sich die beiden das Ja-Wort, in einem ehrwürdigen Palast von Kelantan. Etwa 300 Freunde waren bei der traditionellen Zeremonie dabei, darunter auch die Familie der Schwedin, die laut Medienberichten extra eingeflogen wurde. „Ich fühle mich sehr glücklich, weil ich eine tolle Familie und einen tollen Ehemann habe“, so die Braut auf Instagram. Die Hochzeitsgeschenke wurden auf Geheiß des Paares auch an Wohlfahrtsorganisationen in Kelantan weitergeleitet, darunter Waisenhäuser und Altenheime.

Die Krönung des Glücks war es, als im Sommer 2023 ihr Sohn zur Welt kam. Doch dann der Dämpfer: 2024 gab die Regierung laut Medienberichten bekannt, dass ihr Mann nach 13 Jahren nicht mehr der Kronprinz von Kelantan sein sollte. Wie aus dem Nichts, so hieß es, wurde ihm der Titel aberkannt. Stattdessen wurde das Amt an seinen jüngeren Bruder Tengku Muhammad Fakhry Petra übergeben. Die Hintergründe dazu blieben im Dunkeln.

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Wer den Thron im Sultanat besteigt, das bestimmt das Gremium des Kelantan Royal Council, der königliche Rat. Er besteht aus 20 Mitgliedern wie etwa dem Staatssekretär, dem Mufti, vier Mitgliedern der königlichen Familie sowie sechs bis zwölf Mitgliedern, die Einheimische des Staates sind. Die Aufgaben des Sultans sind repräsentativer Art.

Prinzessin Sofie Louise zeigt ihre Verbundenheit mit Schweden

Sofie Louise, die für die Liebe ihr ganzes Leben umgekrempelt hatte, ist jetzt in einem muslimisch geprägten Land zu Hause, das als überaus traditionell und konservativ beschrieben wird, vor allem, was die Rolle der Frau betrifft. An Supermarktkassen, so ist zu lesen, ist es Vorschrift, in Schlangen anzustehen, die nach Geschlechtern getrennt sind. Es gibt öffentliche Bänke nur für Männer und nur für Frauen. Außerdem sei es Frauen verboten, grellen Lippenstift oder dickes Make-up aufzulegen und Absätze zu tragen, die klappern.

Die Schwedin, die zum Islam konvertierte, und seither Kopftücher trägt, nutze ihre Rolle, um sich für die Gesundheit der Frau einzusetzen, ist zu lesen. So habe sie beispielsweise anlässlich des Brustkrebsmonats Oktober dazu aufgerufen, die Früherkennung ernst zu nehmen, wie die Zeitung „Sinar Daily“ schreibt: Es fehle laut Sofie Louise noch zu häufig Wissen über die schwere Krankheit, aber auch über die Erfolge der Therapie. Statt sich als Betroffene zurückzuziehen, sollten sich die Frauen öffnen, über Krebs reden. „Manchmal, wenn man anfängt, darüber zu sprechen, stellt man fest, dass viele andere Menschen dasselbe durchgemacht haben“, sagte die Prinzessin.

Kronprinzessin Sofie Louise
Zeigt sich gern in schwedischer Tracht: Prinzessin Sofie Louise.© ljo_/Instagram | ljo_/Instagram

Ansonsten hat man den Eindruck, dass viel Zeit dafür draufgeht, Bilder aus ihrem Privatleben und vor allem von ihrem Sprössling zu posten. Wie der kleine Johan niedlich guckte oder putzig auf einem Kissen schläft, von gelben Blumen umringt. Allerdings stellten sich manche Fans die Frage, ob das alles echt sei: Bei einem Familienbild, das sie zum Ende des Ramadan verschickt hatte, wurden nämlich Unstimmigkeiten entdeckt. Der Junge, so hieß es, schien in ganz anderem Licht als die Eltern. Auch halte die Frau Mama ihre rechte Hand in einem seltsamen Winkel. Ob da mit Bildbearbeitung oder gar KI nachgeholfen wurde, fragten sich manche.

Wenn die Prinzessin keine Bilder postet, backe sie gerne, heißt es. Wahnsinnig gerne esse sie nämlich Kanelbullar, schwedische Zimtschnecken. Dem Land, in dem sie kaum einer kennt, hält sie eben immer noch ein wenig die Treue. Beim jährlichen „Malaysia Batik Tag“ postete sie ein Bild von sich in schwedischer Tracht – gut, mit einem Hauch malaysischer Batik.