Nach fast drei Jahrzehnten verschwindet ein vertrauter Anblick von Österreichs Windschutzscheiben: Das klassische „Autobahn-Pickerl“ wird abgeschafft. Ab dem 1. Februar 2027 gilt auf allen mautpflichtigen Autobahnen und Schnellstraßen ausschließlich die digitale Vignette, wie die staatliche Autobahnbetreibergesellschaft Asfinag am Donnerstag mitteilte.

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Die letzte Klebevignette für das Jahr 2026 wird noch einmal in kräftigem Feuerrot erscheinen und ab Ende November 2025 erhältlich sein. Danach ist endgültig Schluss mit dem jährlichen Abziehen und Aufkleben.
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So viele nutzen schon jetzt die digitale Variante
Schon heute nutzen rund 75 Prozent der Autofahrenden die digitale Variante, bei der das Kennzeichen beim Kauf online oder an einer Verkaufsstelle registriert wird. Damit entfällt das Anbringen der Vignette an der Windschutzscheibe, die Kontrolle erfolgt elektronisch über Kamerasysteme.
„Wir gewährleisten durch ein umfassendes Vertriebssystem, dass jede und jeder rechtzeitig zu seiner digitalen Vignette kommt“, sagte Asfinag-Vorstand Herbert Kasser. Neben dem Online-Mautshop stehen dafür auch weiterhin Verkaufsstellen an Tankstellen, beim ÖAMTC, ARBÖ oder dem deutschen ADAC zur Verfügung. Auch wer keinen Internetzugang hat, kann die digitale Vignette analog erwerben.
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„Eines der modernsten Mautsysteme“
Für das Jahr 2026 werden die Preise – wie jedes Jahr – an den Verbraucherpreisindex angepasst und steigen um 2,9 Prozent. Damit kostet die Jahresvignette für Pkw 106,80 Euro, die Zwei-Monats-Vignette 32 Euro und die Zehn-Tages-Vignette 12,80 Euro. Neu ist seit diesem Jahr zudem die Eintagesvignette für 9,60 Euro.
Mit dem Schritt folgt Österreich dem Beispiel seiner Nachbarn Slowenien, der Slowakei, Ungarn und Tschechien, die bereits vollständig auf digitale Mautsysteme umgestellt haben.
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„Die Klebevignette hat seit 1997 gute Dienste geleistet“, sagte Asfinag-Geschäftsführerin Claudia Eder. „Mit der Digitalen Vignette verfügen wir heute über eines der modernsten Mautsysteme Europas.“
ef/dpa






