Im australischen Pilbara-Gebiet sorgt derzeit ein kurioser Trend unter Delfinen für Aufsehen: Männliche Buckeldelfine (Sousa sahulensis) setzen See-Schwämme wie Kopfschmuck auf, wenn sie Weibchen umwerben. „Es ist ein bisschen so, als würde man Blumen schenken“, erklärt das australische Department of Biodiversity, Conservation and Attractions (DBCA) auf Instagram.

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Die Bilder der ungewöhnlichen Kopfbedeckungen entstanden im Flying Foam Passage, einem Gewässer zwischen Angel Island und Dolphin Island im Dampier-Archipel. „Die Schwämme haben verschiedene Formen, Größen und Farben, aber dieses Verhalten scheint nur in diesem Gebiet aufzutreten“, sagt DBCA-Meeresbiologin Holly Raudino.
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Buckeldelfine wurden erst 2014 als eigene Art anerkannt. Weltweit gibt es vermutlich weniger als 10.000 ausgewachsene Tiere, weshalb sie als gefährdet gelten. Laut Raudino sei das Schwamm-Tragen bislang nur in einigen Gebieten Westaustraliens beobachtet worden – darunter das Dampier-Archipel, der Exmouth-Golf und die Küste des Kimberley. Außerhalb dieser Regionen sei das Verhalten bislang nicht dokumentiert.
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Schwämme auch als Werkzeug
Nicht alle Delfine tragen Schwämme aus Liebesgründen. Bottlenose-Delfine in Shark Bay beispielsweise benutzen die Meeresbewohner als Schutz beim Graben nach Nahrung. „Sie setzen den Schwamm auf die Schnauze wie einen Handschuh, damit sie sich beim Fischen am Meeresboden nicht verletzen“, erklärt Liam Ridgley, Betreiber von Sea-Life-Touren. Dieses Verhalten ist seit den 1980er-Jahren dokumentiert und wird oft von weiblichen Delfinen an ihre Jungen weitergegeben.
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Die australischen Buckeldelfine stehen durch Lebensraumverlust und menschliche Aktivitäten unter Druck. Raudino und ihr Team betonen die Bedeutung von Monitoring und Schutzmaßnahmen. Luftgestützte Untersuchungen der Pilbara-Gewässer zeigten, dass Delfindichten vor allem in Küstennähe besonders hoch sind, etwa im Exmouth-Golf oder Dampier-Archipel – wichtige Hotspots für die bedrohte Art.






