Sein Auftritt auf der „Bambi“-Verleihung am Donnerstagabend hatte viele Menschen – ob vor Ort oder in sozialen Netzwerken – irritiert. Nun hat sich Thomas Gottschalk dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ erklärt. Das Medium hatte nach dem Eklat schriftlich bei dem Moderator angefragt, was auf der Bühne der „Bambi“-Verleihung los gewesen war.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Gottschalk schreibt, er sei erst kurzfristig für den Auftritt angefragt worden – erst am Mittwoch. Und zwar auf Wunsch von Cher. Eigentlich sollte er als normaler Gast an der Veranstaltung teilnehmen. Der Produzent der „Bambi“-Preisverleihung, der auch für Sendungen wie „Verstehen Sie Spaß?“ verantwortlich ist, habe ihn telefonisch dafür angefragt.
Auch interessant
Gottschalks über Auftritt bei „Bambi“-Verleihung: „etwas verwirrt“
Gottschalk wirkte auf der Bühne dann desorientiert und verwirrt, statt eine wirkliche Lobrede auf den Popstar zu halten. Auch den Preis an Cher übergab er erst nach Hinweisen aus dem Publikum, stand zwischenzeitlich auf der Bühne im Weg. Gottschalk sprach langsamer als gewohnt und verlor sich in einer Geschichte über Schauspieler Hannes Jaenicke, der eine Laudatio auf Cher gehalten hatte. Gottschalk erzählte, er habe ihm einst ein Motorrad verkauft.
Für Unmut aus dem Publikum sorgte auch ein Satz, mit dem Gottschalk Cher ankündigte: Sie sei „die einzige Frau, die ich in meinem Leben ernst genommen habe.“ Ein Satz, den viele als frauenfeindlich empfanden, und für den Gottschalk Buhrufe aus dem Publikum bekam. Was viele vor Ort und auch in sozialen Netzwerken nicht sahen: Ein Cher-Double kam offenbar auf einer Kugel in Richtung Bühne geschwebt – und überforderte den Moderator zusätzlich. „Ich war vorhin etwas verwirrt, das war gar nicht Cher da hinten. Bist du Cher?“, fragte er die Pop-Ikone daraufhin.
Lesen Sie auch
Gottschalk zu „Bambi“-Eklat: „War echt verwirrt (...) und habe dann wirklich dummes Zeug erzählt“
Dem „Spiegel“ erklärte Gottschalk, niemand hätte ihm im Vorfeld etwas von der zusätzlichen „Cher auf der Kugel“ erzählt. Sie habe so ausgesehen wie die Cher, die einmal bei Gottschalk in einer „Wetten, dass...?“-Sendung zu Gast gewesen war. „Ich dachte plötzlich (als da eine Cher auf der Bühne stand und die andere von hinten dazu kam) an eine Verlade und war (zum ersten Mal auf einer öffentlichen Bühne) echt verwirrt und habe dann wirklich dummes Zeug erzählt“, schrieb der Moderator dem Nachrichtenportal.
weitere Videos
Auch auf den Satz, der ihm Buhrufe einhandelte, reagierte er: „Das Zitat in Bezug auf ‚Frauen ernst nehmen‘ nehme ich hiermit ausdrücklich zurück und entschuldige mich dafür. Ich nehme Frauen sehr ernst. Niemand weiß das besser als meine.“ Der Vorfall sei „natürlich Wasser auf die Mühlen der Hater“, heißt es weiter in dem Statement an den „Spiegel“.
Bei seinem „Bambi“-Auftritt wusste der 75-Jährige „tatsächlich nicht, was da gerade passierte.“ Mit der letzten Ausgabe seiner RTL-Show „Denn sie wissen nicht, was passiert“ wolle er sich „mit stolzen 75 von der Show-Bühne verabschieden“.









