Leise rieselt der Schnee – aber bisher leider nur im Weihnachtslied. Denn in Deutschland fallen die weißen Flocken immer seltener vom Himmel. Trotzdem hoffen viele Menschen Jahr für Jahr auf weiße Weihnachten. Schließlich gehört Schnee zum klassischen Bild des christlichen Fests.
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Wie oft gibt es in Deutschland weiße Weihnachten?
Der Glaube vieler Menschen, es habe in ihrer Kindheit zu Weihnachten oft oder immer Schnee gehabt, ist ein Irrtum. Tatsächlich wird der Mythos vom Winter-Wunderland vor allem von Weihnachtsliedern wie „White Christmas“, Filmen und anderen medialen Darstellungen von Weihnachten geprägt. Bilder aus diesen Weihnachtsfilmen würden sich mit der eigenen Erinnerung vermischen, erklärte Thomas Macho von der Berliner Humboldt-Universität gegenüber dem Deutschlandfunk.
Allerdings: Ganz falsch liegen die Erinnerungen auch nicht. Zwar ist das Bild von den Weißen Weihnachten romantisiert. Aber es hat früher tatsächlich mehr geschneit zur Weihnachtszeit. Das zeigt ein Blick in die Regionen:
- Im norddeutschen Hamburg war Schnee zu Weihnachten schon immer eher die Ausnahme. Nur in den 1960er Jahren kam es mehrmals in Folge dazu. Insgesamt gab es zwischen 1960 und 1989 achtmal an mindestens einem der Weihnachtstage Schnee. In den Jahren 1990 bis 2020 war das nur halb so oft der Fall. Inzwischen ist es 15 Jahre her, dass sich die Hamburger das letzte Mal über weiße Weihnachten freuen durften.
- Ähnlich ist die Situation in Essen. Zwischen 1960 und 1989 gab es dort achtmal weiße Weihnachten, in den 30 darauffolgenden Jahren nur fünfmal.
- Etwas besser kommt Berlin weg, wo von 1960 bis 1989 zehnmal zu Weihnachten Schnee gefallen ist. Doch auch dort ist die Zahl in den vergangenen 30 Jahren gesunken – wenn auch nur minimal auf neun.
- Extremer ist die Situation in München. Weihnachtsmärkte im Schnee waren dort früher normal, von 1960 bis 1989 gab es dort im Schnitt alle zwei Jahre eine weiße Weihnacht. Inzwischen musste schon zehnmal in Folge ohne Schnee gefeiert werden.
Den Grund dafür sieht der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Klimawandel. Die meisten Menschen könnten laut den Experten hierzulande im Schnitt alle zehn Jahre mit Schnee zum Fest rechnen.
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Über die Chancen auf weiße Weihnachten im Jahr 2025 sagt das alles aber noch nichts aus. Tatsächlich ist es vielerorts lange her, dass zum Fest Schnee vom Himmel fiel. Vielleicht ist es in diesem Jahr ja wieder so weit? Wann es an Ihrem Wohnort zum letzten Mal weiße Weihnachten gab, können Sie hier herausfinden.

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Die Hoffnung auf weiße Weihnachten dürfte sich in den meisten Regionen Deutschlands leider nicht erfüllen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) gibt es allenfalls in einigen Gebieten im Süden Chancen auf Schnee. Und wenn er fällt, dann sind nur kleinere Mengen zu erwarten. Dafür wird es frostig, womöglich steht sogar das kälteste Weihnachtsfest seit 15 Jahren bevor.
Grundlage der Meteorologen-Einschätzung ist die Durchschnittstemperatur für Deutschland, die über die drei Feiertage hinweg voraussichtlich im Bereich von etwa minus 2 bis minus 3 Grad liegen könnte. Zwar habe es 2021 am zweiten Weihnachts-Feiertag einen Mittelwert von minus 2,5 Grad gegeben. „Wenn wir aber alle drei Tage nehmen, wird dieses Weihnachten wohl das kälteste seit 15 Jahren“, sagte Meteorologe Nico Bauer.
Denn: „Das letzte Mal, dass wir an Weihnachten eine richtig kalte Witterung hatten, war im Jahr 2010“, erklärt er. Dass es das kälteste Weihnachten seit langem Jahren werden könnte, liegt auch daran, dass die Temperaturen der vergangenen Weihnachtsfeste eher mild ausfielen. Im Jahr 2010 lag der Durchschnitt über alle drei Tage hinweg - also von Heiligabend bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag - bei minus 5,2 Grad. In diesen Wert fließen Messungen aller DWD-Stationen in Deutschland unterhalb von 920 Metern ein.
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Was sagt die Vorhersage für die nächsten Tage?
In den kommenden Tagen strömt deutlich kältere, aber trockene Frostluft aus Osteuropa nach Deutschland. Am Donnerstag (1. Weihnachtsfeiertag) und am Freitag (2. Weihnachtsfeiertag) ist es vielerorts sonnig und trocken.
Heute früh gibt es an vielen Orten Frost bis Minus drei Grad, in höheren Lagen bis Minus sechs Grad, dazu lokal Glätte durch Reif oder Überfrieren. Im Süden sowie in Mittelgebirgslagen kann in einzelnen Gebieten tatsächlich mit einer dünnen Neuschneedecke gerechnet werden. Vor allem südlich der Donau und im Bergland kommen zwischen einem und drei Zentimeter, örtlich sogar bis zu fünf Zentimeter Neuschnee zusammen.
In der Nacht zum Donnerstag wird es richtig kalt: Abgesehen von den Nordseeinseln sinken die Tiefstwerte verbreitet auf Minus eins bis Minus neun Grad, im Osten sind örtlich bis zu Minus zwölf Grad möglich.
Wie sah es in den vergangenen Jahren aus?
Auch in den vergangenen Jahren warteten viele in Deutschland vergeblich auf Schnee zum Fest. „Die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunken“, sagte DWD-Experte Andreas Walter kürzlich. Eine Schneedecke von mindestens einem Zentimeter an allen drei Weihnachtstagen habe es in Deutschland letztmals 2010 auch im Tiefland gegeben. Vergleiche man die 30-jährigen Zeiträume 1961 bis 1990 und 1991 bis 2020, sehe man einen Rückgang der Schnee-Wahrscheinlichkeit von 15 bis 40 Prozent.
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