Der Kyffhäuserkreis wird am Freitag, 9. Januar, die Schülerbeförderung aufgrund der vorhergesagten Extremwetterlage einstellen. Der öffentliche Nahverkehr wird nur eingeschränkt fahren, heißt es aus dem Landratsamt. Es bestehe nach Rücksprache mit dem Schulamt Nordthüringen keine Präsenzpflicht in den Schulen am Freitag. Im Kyffhäuserkreis werde daher kein Unterricht in Präsenz stattfinden. Die Grund-, Gemeinschaftsschulen mit Primarstufe und Förderschulen bieten den Angaben zufolge eine Notbetreuung an.
Ferienfahrplan gilt – Änderungen und Schließungen angekündigt
„Aktuelle Fahrplanänderungen und Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr werden die beiden Verkehrsgesellschaften, die Regionalbusgesellschaft Unstrut-Hainich-Kreis und Kyffhäuserkreis sowie die Verkehrsgesellschaft Südharz, auf ihren Internetseiten veröffentlichen. Es gilt der Ferienfahrplan“, informiert Pressesprecherin Andrea Hellmann.
Geschlossen bleibe zudem die Kompostieranlage Allmenhausen am Freitag.
Die Stadtverwaltung Ebeleben teilt mit, dass aufgrund der Wetterlage nicht gewährleistet werden kann, dass alle Dienstleistungen vollumfänglich zur Verfügung stehen. „Bitte erkundigen Sie sich daher in jedem Fall vorher telefonisch, ob der von Ihnen benötigte Fachbereich personell besetzt ist. Eine telefonische Erreichbarkeit während der regulären Öffnungszeit (9 – 12 Uhr) ist gewährleistet“, heißt es auf der Facebook-Seite der Stadtverwaltung Ebeleben.
Winterdienst ist bei viel Schnee rund um die Uhr im Einsatz
Der Winterdienst trotzt der Extremwetterlage: Bei der TSI (Thüringer Straßenwartungs- und -instandhaltungsgesellschaft mbH), die mit dem Winterdienst auf Bundes-, Land- und Kreisstraßen beauftragt ist, läuft es rund. „Die Salzlager sind gefüllt. Die Technik funktioniert. Die Kollegen sind derzeit in zwei Schichten von 3 bis 22 Uhr im Einsatz“, berichtet TSI-Regionalleiter Johannes Göbel am Donnerstag auf Nachfrage. Rund um die Uhr im Einsatz seien die Kollegen nur bei viel Schnee.

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Dies war schon am Donnerstagmorgen der Fall, wo binnen kürzester Zeit die Straßen weiß waren. Doch der Winterdienst hatte die Lage bald im Griff. Auf zwölf Routen zwischen 30 und 40 Kilometern Länge sind die Räum- und Streufahrzeuge der TSI im Kreis unterwegs, die Umlaufzeit beträgt zwei Stunden, 24 bis 26 Kollegen sind täglich im Einsatz.
Vorräte an Streugut bei einigen Kommunen zu knapp bemessen
Auch mit zahlreichen Kommunen hat die TSI Verträge über den Winterdienst.
Mehrere Kommunen hatten ihre Streusalzvorräte anscheinend etwas zu knapp bemessen. Göbel berichtet von mehreren Anfragen an die TSI. „Wo wir helfen können, helfen wir“, sagt er. Aber obwohl vom Unternehmen zu Winterbeginn 2600 Tonnen Streusalz in Sondershausen, Artern und Greußen eingelagert worden waren, hätten sich die Lager inzwischen bereits tüchtig geleert. „Zuletzt haben wir noch einmal 700 Tonnen nachgeordert, denn unsere Lager in Sondershausen und Greußen sind ziemlich klein“, sagt Göbel.

Im Sondershäuser Bergwerk stehen die Salzlaster Schlange
Zum Glück gibt es beim Nachschub keinen Mangel. Zwar stehen die Lkw an der Abfüllanlage für Streusalz im Sondershäuser Glückauf-Bergwerk seit Tagen Schlange.

Das „weiße Gold“ aber rieselt regelmäßig aus den Silos in die Salztanks oder Kippmulden der Laster. Etwa 24 Tonnen nimmt jeder mit auf seine Tour zu Winterdienstlagern überall in Deutschland.

„Wir fahren jetzt gerade richtig hoch“, freut sich Johann-Christian Schmiereck, der Geschäftsführer des Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft (GSES), der das Bergwerk gehört, über den reißenden Absatz des Streugutes. Ab sofort werde auch samstags gefördert, damit die insgesamt 800 Tonnen fassenden Silos an der Abfüllanlage immer wieder schnell mit Salz direkt aus dem Bergwerk gefüllt werden können.
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Außerdem hatte die GSES vor dem Winter mehr als 13.000 Tonnen Salz in den zwei Lagerhallen eingelagert. Seit einigen Tagen werden auch diese Reserven bereits angegriffen und sind schon etwa zur Hälfte aufgebraucht. „Wir liefern aus, soviel wir nur können und sorgen somit für mehr Sicherheit auf den Straßen“, sagt GSES-Chef Schmiereck.




