Phil Collins ist eine der größten Musiklegenden der 1980er- und 1990er-Jahre. In jenen Dekaden war der britische Sänger nahezu omnipräsent. Musikexperten behaupten, dass damals etwa jeder vierte Song im Radio aus seiner Feder stammte – sei es ein Lied mit der Band Genesis oder aus seinem Solo-Programm. Doch um den weltberühmten Schlagzeuger, der aktuell auf Spotify 27,5 Millionen monatliche Hörer hat, ist es ruhig geworden. Heute lebt er zurückgezogen in der Schweiz. Auch, weil er gesundheitlich schwer angeschlagen ist.

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Wie Collins nun in dem Podcast der britischen „BBC“ mit dem Titel „Eras“ berichtet, musste er sich seit seinem letzten Konzert im Jahr 2022 ganzen fünf Operationen unterziehen: „Ich hatte Probleme mit meinem Knie. Alles, was schiefgehen konnte, ist schiefgegangen. (...) Aber jetzt habe ich ein funktionierendes Knie und kann laufen, wenn auch nur mit Krücken.“ Seinen Ruhestand habe er sich allerdings anders vorgestellt. „Ich dachte: Jetzt mache ich all die Dinge, die ich vorher nicht machen konnte“, erinnert sich der „In The Air Tonight“-Interpret.

In dem Gespräch kurz vor seinem 75. Geburtstag am 30. Januar dieses Jahres sagt Collins zwar gut gelaunt: „Ich bin noch nicht tot“. Aber laut eigenen Aussagen war er davon nicht weit entfernt. Bei einem Krankenhausaufenthalt habe er sich eine schwere Covid-Infektion eingefangen: „Meine Nieren begannen zu versagen. Alles schien gleichzeitig aufeinanderzutreffen.“ Zusätzlich entzündete sich auch noch seine Bauchspeicheldrüse.

Comeback im Studio? Was Phil Collins über seine Pläne für die Zukunft sagt

Von dieser, wie er selbst sagt, „schwierigen, interessanten und frustrierenden“ Zeit möchte er sich erst einmal erholen und wünscht sich, bald wieder „mobil und gesund“ zu sein. Dabei hat er Unterstützung an seiner Seite: „Ich habe eine Krankenschwester, die rund um die Uhr bei mir wohnt und darauf achtet, dass ich meine Medikamente wie vorgeschrieben einnehme“, gesteht Collins.

Phil Collins sitzt an einem Keyboard.
Phil Collins in seinem hauseigenen Musik-Studio im Jahr 1984.© IMAGO/ZUMA Press | imago stock&people

Doch es scheint möglich, dass man bald wieder etwas von ihm hört. Denn auch den Gang ins Tonstudio schließt der Musikrentner nicht aus. „Ich habe einige Dinge, die noch unvollendet sind oder nie fertiggestellt wurden, und ein paar Dinge, die fertiggestellt wurden, also gibt es vielleicht noch Leben in dem alten Hund. Sag niemals nie“, meint Collins.