Auf den Philippinen ist eine Fähre mit mehr als 350 Passagieren an Bord gekentert. Laut der philippinischen Küstenwache seien dabei mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen – Dutzende gelten noch als vermisst. Das Schiff „M/V Trisha Kerstin 3“ verunglückte demnach am frühen Montagmorgen auf dem Weg von der Stadt Zamboanga auf der Insel Mindanao zur Insel Jolo. 

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28 Menschen würden nach wie vor vermisst, sagte ein Kommandant der Küstenwache, Romel Dua, der Nachrichtenagentur AFP. Dua zufolge ist ein Flugzeug der Küstenwache im Einsatz. Zudem hätten die philippinische Marine und Luftwaffe Einsatzkräfte entsandt. Die Ursache des Schiffsbruchs sei bislang noch unbekannt, erklärte Dua. „Für den Moment konzentrieren wir uns auf die Rettungsarbeiten.“

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Einer Sprecherin der Rettungskräfte, Ronalyn Perez, zufolge fuhr die Fähre von Zamboanga auf der Insel Mindanao zu der Insel Jolo, als das Unglück geschah. Die Inselkette Basilan, wo die Rettungsarbeiten stattfinden, liegt zwischen den beiden Inseln.

Die schlecht gewarteten und kaum kontrollierten Fähren sind eines der wichtigsten Verkehrsmittel in den Philippinen, das aus über 7100 Inseln besteht. Millionen Menschen nutzen die Boote, die häufig überladen sind. Die Küstenwache erklärte, dass die Fähre jedoch nicht überladen gewesen sei.

Immer wieder kommt es zu tödlichen Unglücken philippinischer Fähren. Im Jahr 1987 waren bei dem Zusammenstoß einer Fähre mit einem Öltanker mehr als 4300 Menschen getötet worden. Es ist bis heute der schwerste Schiffsunfall der Geschichte in Friedenszeiten. Jüngst waren 2023 bei dem Brand einer Fähre, die ebenfalls Zamboanga mit der Insel Jolo verband, mehr als 30 Menschen getötet worden.

os/dpa/afp