Der Winter hatte Deutschland in den vergangenen Wochen fest im Griff. Doch sorgten die eisigen Temperaturen nicht nur für glatte Straßen und Gehwege. Vor allem in entlegenen Gebieten war die Infrastruktur geradezu kritisch bedroht. Das war auch bei Hiddensee der Fall. Denn der Weg von und zu der beliebten Ostseeinsel war knapp zwei Wochen lang nicht so einfach möglich. Nun fährt zumindest die reguläre Fähre wieder.

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Der Fährverkehr nach Hiddensee ist am frühen Morgen wieder angelaufen. Das teilte die Reederei Hiddensee am Mittwoch mit. Das Fährschiff „Vitte“ sei seit 7.30 Uhr gemäß Notfahrplan wieder im Einsatz und verkehre zwischen dem Ort Vitte auf Hiddensee und Schaprode auf Rügen. An beiden Orten gibt es täglich jeweils drei Abfahrten. Am Montag und Dienstag war der Fährverkehr wegen Niedrigwassers komplett gestrichen worden.

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Bis zum vergangenen Freitag war die Insel zudem fast zwei Wochen lang nur mit einem Eisbrecher versorgt worden, da die „Vitte“ wegen eines Eisschadens repariert werden musste. Doch wie die Gemeinde Hiddensee nun im Netz mitteilte, gehe es auch mit der Rückkehr des regulären Fährbetriebs um die Versorgung der Inselbewohner. Übernachtungsgäste sollten vor ihrer Anreise unbedingt einen Platz auf der Fähre reservieren.

Ende Januar hieß es auf der Instagram-Seite von Hiddensee noch: „Wir wissen, wie sehr viele von euch Hiddensee verbunden sind. Trotzdem bitten wir euch herzlich, bis voraussichtlich Dienstag, 03.02.2026, von einer Anreise abzusehen.“ Die Frist wurde kürzlich bis zum 7. Februar verlängert: Touristische Anreisen seien vorerst nicht möglich. Man bitte herzlich um Verständnis und Geduld, teilten die Verantwortlichen mit.

Der Bürgermeister der Ostseeinsel, Thomas Gens, erklärte während des Notbetriebes, dass einige Menschen auf die Fahrten auf dem Eisbrecher dringend angewiesen seien: „Wir haben zum Beispiel Personen, die zur Chemotherapie müssen und wieder zurück.“

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Zudem teilte die Polizei von Mecklenburg-Vorpommern mit, dass sie ihre Präsenz auf Hiddensee verstärken, beziehungsweise sogar verdoppeln, würde. So „wird der dort eingesetzte Kontaktbeamte durch einen zweiten Polizisten rund um die Uhr unterstützt“. Es gehe darum, „die Einsatzfähigkeit auch unter erschwerten Bedingungen sicherzustellen und im Bedarfsfall verlässliche Unterstützung bei Einsatz- und Notlagen vor Ort zu haben“, teilte die Polizei am Donnerstag mit. „Die Maßnahme ist vorübergehend und gilt für die Dauer des Eisfahrplans.“

dpa/jcst