Ein Rentner aus Manchester (Großbritannien) schickt sich an, mit seiner Geschichte das Wort „Geldgier“ neu zu definieren. Der 80-Jährige gewann 2010 satte 2,4 Millionen Pfund (2,7 Mil. Euro) im Lotto. Doch statt paradiesische Strände aufzusuchen und den Lebensabend zu genießen, entschloss er sich, eine neue Laufbahn einzuschlagen – und baute ein Drogenimperium auf. Der Fall landete nun vor Gericht und sorgt aus vielerlei Gründen für Aufsehen.

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So sollen John Eric Spiby und seine drei kriminellen Helfer, darunter auch sein Sohn, insgesamt Drogen im Wert von 288 Millionen Pfund (ca. 332 Millionen Euro) verkauft haben. In dem kleinen Landhaus des Rentners in Wigan (bei Manchester) soll die kriminelle Bande ab 2020 Millionen von Tabletten hergestellt haben, die aussahen wie das Beruhigungsmittel Diazepam. Doch in Wahrheit handelte es sich um Drogen der Klasse C, wie vor Gericht bekannt wurde. Zu dieser Kategorie zählen in Großbritannien unter anderem Cannabis, Anabolika sowie Benzodiazepine und GHB (enthalten u.a in K.o.-Tropfen).
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Wie vor Gericht bekannt wurde, beobachteten die Ermittler die kriminelle Bande mehrere Jahre. Demnach soll Spiby 2021 eine Industriehalle in Swinton erworben haben, „mit dem Ziel, diese umzubauen, um die Produktionskapazität der Unternehmensgruppe zu erweitern“, schreibt die Polizei in einer Mitteilung. Ein anderes Mitglied war vor allem für die Überwachung eines gemieteten Schiffscontainers verantwortlich, in dem Millionen gefälschte Tabletten gelagert wurden. Eine gegründete Scheinfirma, die vermeintliche Tablettenpressen und Verpackungsmaschinen vertrieb, sollte als Tarnung dienen. Doch die Drogenmafia flog auf.
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Der Richter bezeichnete das Schaffen der Drogenbande als „die größte Drogenproduktion dieser Art, die jemals von der Polizei aufgedeckt wurde“. Der Rentner stritt vor Gericht jegliche Verschwörung zur Herstellung und zum Vertrieb von Drogen ab, doch die Beweislage war erdrückend. Zusätzlich wurde er wegen unerlaubten Waffenbesitzes in zwei Fällen verurteilt und erhielt eine Gesamt-Haftstrafe von 16 Jahren und sechs Monaten.
Einer seiner Drogenhelfer sagte vor Gericht aus, dass Spyby der „Kopf und Organisator“ der Drogenbande gewesen sei. Der Richter sagte, der Rentner sei „sowohl dem Namen nach als auch in seiner Rolle der Ältere“ gewesen. Spybys Sohn wurde zu neun Jahren Haft verurteilt und auch die anderen beiden Kriminellen (9,5 und 12 Jahre Haft) müssen die nächsten Jahre hinter Gittern verbringen.
Beratungsstellen helfen bei Suchterkrankungen
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• Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS): Die DHS ist die zentrale Dachorganisation der Suchthilfe in Deutschland. Auf ihrer Website finden Sie eine Liste von regionalen Suchtberatungsstellen und Fachkliniken: www.dhs.de
• Sucht & Drogen Hotline: Die Hotline ist rund um die Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 01806 313031 erreichbar und bietet telefonische Beratung für Betroffene und Angehörige.
• Bundesweite Online-Sprechstunde der Suchthilfe: Über das Portal des Fachverbands Sucht können Sie eine Online-Beratung in Anspruch nehmen. Die Beratung erfolgt anonym, sicher und datenschutzkonform.
• Anonyme Selbsthilfegruppen: Verschiedene Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Alkoholiker (AA) oder die Narcotics Anonymous (NA) bieten Treffen für Betroffene an, um sich untereinander auszutauschen und zu unterstützen. Informationen zu Treffen finden Sie auf den jeweiligen Websites.
Zusätzlich können Sie auch bei Ihrem Hausarzt, beim Gesundheitsamt oder bei psychiatrischen Kliniken weitere Unterstützung erhalten.








