- In Kroatien haben Forscher eine spektakuläre Entdeckung gemacht
- In der Nähe einer Insel sichteten sie einen Riesenhai
- Lesen Sie, warum der Fund für die Forschung so wertvoll ist
Es sind Bilder, die die Herzen vieler Meeresbiologen höher schlagen lassen: Nahe der Insel Cres im Kvarner Golf (Kroatien) wurde am Montag, 23. Februar, ein gigantischer Hai mit hoher, deutlich dreieckiger Rückenflosse gefilmt. Inzwischen steht fest: Es war ein seltener Riesenhai.

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Die Aufnahmen wurden an das Blue World Institute weitergeleitet, das in der Region seit Jahren Meeressäuger und andere große Meereswirbeltiere wissenschaftlich untersucht. Solche Sichtungen sind für die Forschung besonders wertvoll, da die Existenz des Riesenhais im Mittelmeer nur selten dokumentiert wird.
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Mit einer Länge von bis zu zehn Metern ist der Riesenhai nach dem Walhai der zweitgrößte Fisch der Erde. Trotz seiner imposanten Größe stellt er für Menschen keine Gefahr dar: Er ernährt sich ausschließlich von Zooplankton, das er mit weit geöffnetem Maul aus dem Wasser filtert. Häufig ist er dabei nahe der Oberfläche zu beobachten, wo sich planktonreiche Wasserschichten befinden.

Riesenhai gilt weltweit als gefährdet
Weltweit gilt der Riesenhai als gefährdet und wird auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) geführt. Hauptursachen für den starken Bestandsrückgang sind die intensive Harpunenjagd in der Vergangenheit sowie Beifang in Fischernetzen. Zudem wachsen Riesenhaie sehr langsam, werden vermutlich erst nach vielen Jahren geschlechtsreif und bringen nur wenige Jungtiere zur Welt. Das verstärkt die schwierige Lage weiter.
Eine weitere Gefahr ist laut der Deutschen Stiftung für Meeresschutz auch die große Belastung der Weltmeere durch Mikroplastik. Als Filtrierer nehmen Riesenhaie bei der Nahrungsaufnahme Unmengen von Wasser auf, in dem sich jede Menge synthetischer Partikel befinden.
Orcas, Haie und Tiere im Meer
Schon wenige Verluste der Riesenhaie können aufgrund des geringen Bestands erhebliche Auswirkungen auf die Population haben. Jede bestätigte Sichtung liefert wichtige Hinweise zur Verbreitung der Tiere und unterstützt laufende Schutz- und Forschungsmaßnahmen im Mittelmeerraum, berichtet die Deutsche Stiftung Meeresschutz.








