Mit den milden Temperaturen und deutlich mehr Sonnenschein als in den letzten Monaten liegt es längst in der Luft: Der Frühling naht, auch wenn der kalendarische Frühlingsanfang noch mehr als zwei Wochen entfernt ist. Ein weiteres Zeichen für den Wechsel der Jahreszeit ist der sogenannte „Wurm-Mond“ – und der zeigt sich heute Abend in seiner ganzen Pracht. Doch warum trägt er diesen etwas befremdlichen Namen?

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Darum kündigt der „Wurmmond“ den Frühling an

Dr. Björn Voss, Leiter des Hamburger Planetariums, erklärt, dass sich hinter dem wenig wohlklingenden Namen „Wurm-Mond“ eigentlich eine positive Botschaft verbirgt. „Meist gaben die Menschen früherer Zeiten dem Vollmond recht malerische Namen. So aber nicht in diesem Monat“, sagt er. Allerdings kündete der Begriff vom nahenden Frühling.

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Der Begriff „Wurm-Mond“ stammt laut Voss ursprünglich von nordamerikanischen Naturvölkern. Wie er erläutert, beobachteten sie zu dieser Zeit des Jahres, wie Würmer nach dem Winter wieder aus dem aufgetauten Boden kamen und das Erdreich auflockerten. Mit Astronomie habe der Name daher wenig zu tun, dafür umso mehr mit dem erwachenden Leben im Frühling.

Mondfinsternis: Roter „Wurmmond“ bleibt in Deutschland unsichtbar

Der heutige März-Vollmond ist in Deutschland gut sichtbar. Zeitgleich findet noch ein weiteres astronomisches Highlight statt, das wir hierzulande allerdings nicht beobachten können. Der Mond wandert vollständig in den Erdschatten und leuchtet dabei rötlich am Himmel – eine totale Mondfinsternis, die andernorts für spektakuläre Anblicke sorgt.

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Von 12.04 bis 12.33 Uhr (MEZ) ist dann eine totale Mondfinsternis zu bestaunen, wie der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde, Uwe Pilz, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Aber nicht in Mitteleuropa: „Da der Mond erst gegen 18 Uhr aufgeht, ist der gesamte Verlauf unbeobachtbar im deutschen Sprachraum.“

Besser seien die Bedingungen auf der gegenüberliegenden Seite der Erde. „Hawaii wäre gut“, sagte Pilz. Gut beobachtbar sei das Schauspiel auch im östlichen Russland und in Alaska, weitgehend auch an der nordamerikanischen Pazifik-Küste. Wer das Spektakel trotzdem sehen möchte, kann auf Livestreams zurückgreifen.

Das nächste Spektakel am Himmel lässt noch auf sich warten

Eine Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond geben. Die von der Sonne angestrahlte Erde wirft wie ein Sonnenschirm einen Schatten in den Weltraum. Wenn der Mond diesen Schatten quert, sieht man eine Mondfinsternis. Liegt der Trabant im vollen Umfang in diesem Schatten, spricht man von einer totalen Finsternis. In Deutschland gibt es die nächste Chance dafür am 31. Dezember 2028.

pau mit dpa