Ein seltenes Himmelsereignis hat am Sonntag für Aufsehen gesorgt. Teile eines Meteoriten haben laut Polizei Schäden an Dächern und Häusern in Rheinland-Pfalz angerichtet. Schadensmeldungen habe es unter anderem aus dem Hunsrück, der Eifel und aus Koblenz gegeben, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst hatte der Meteoritenüberflug, dessen imposante Lichterscheinung weithin in Westdeutschland zu beobachten war, für viele Notrufe gesorgt. Auch ein lauter Knall war mancherorts zu hören. 

Meteorit beschädigt Dach: Loch so groß wie ein Fußball

Bei dem Einschlag des Meteoritenteils am Sonntagabend in ein Hausdach in Koblenz entstand nach Angaben des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz ein etwa fußballgroßes Loch. Der Meteoritenteil traf erst das Dach und dann das Schlafzimmer des Hauses – verletzt wurde aber niemand.

Lichtspektakel - Teile eines Meteoriten beschädigen Häuser
Einsatzkräfte veranstalten eine improvisierte Pressekonferenz am Feuerwehrhaus Güls in Koblenz-Güls. © Thomas Frey/dpa | Thomas Frey

„Es waren auch Personen in dem Gebäude, aber nicht innerhalb dieses Raumes“, sagte Benjamin Marx, der Einsatzleiter der Feuerwehr Koblenz. Offen ist auch die Frage, was von dem Meteoritenteil noch übrig ist. Weitere Schäden aus anderen Orten waren zunächst nicht bekannt. Der Schaden wird heute bei Tageslicht noch einmal begutachtet. Offen ist auch die Frage, was von dem Meteoritenteil noch übrig ist. 

Inzwischen sei in Koblenz ein einige Zentimeter großes Teil des Meteoriten gefunden worden, wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet.

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„Es konnte bestätigt werden, dass wir hier einen Meteoritenüberflug über Rheinland-Pfalz hatten, der sich aufgesplittert hatte. Es kam mehrfach in Rheinland-Pfalz zu Niedergängen und hier auch zu einem Einschlag in ein Wohngebäude“, sagte Marx.

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Die Feuerwehr war mit mehreren Kräften in Koblenz im Einsatz und sicherte nach dem Einschlag zunächst die Lage. „Wir haben auf chemische Substanzen gemessen und nukleare Strahlung gemessen, da haben wir nichts festgestellt“, sagte Marx. 

Videos zeigen das leuchtende Himmelsphänomen

Die zunächst unbekannte Lichterscheinung hatte viele Menschen in weiten Teilen Westdeutschlands am Sonntagabend in Atem gehalten. In den sozialen Medien meldeten sich unter anderem Augenzeugen aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg. Das Lagezentrum in NRW teilte am Abend mit, es gebe bislang keine Hinweise auf Schäden in dem Bundesland. 

Dieses Bild aus einem Video auf der Plattform X soll den Meteor zeigen.
Dieses Bild aus einem Video auf der Plattform X soll den Meteor zeigen.© Screenshot X.com

Trifft ein Asteroid auf die Lufthülle der Erde, zerfällt er oft in viele kleine Stücke. Manche davon verglühen, andere landen auf der Erde. Diese Brocken nennt man Meteoriten. Meteoriten stammen nach Angaben von Experten meist aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und können mehrere Milliarden Jahre alt sein. Sie sind Überreste der Entstehung unseres Sonnensystems.

Auf der Online-Plattform X wurden zahlreiche Videos hochgeladen mit einem Leuchtkörper, der schnell über den Himmel zieht – deutlich schneller als ein Flugzeug. Die Flugbahn ist teilweise erkennbar, weil der Leuchtkörper auf seinem Weg so etwas wie Kondensstreifen bildet.

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Bürger hätten von einem „hell leuchtenden Flugkörper mit kurzem Feuerschein“ beziehungsweise einem „Feuerblitz am Himmel“ berichtet, teilte die Polizei in Kaiserslautern mit. Auch über eine Rakete sei spekuliert worden. Es gebe jedoch „keinerlei Hinweise auf ein sicherheitsrelevantes Ereignis“.

Die Polizei in Stade in Niedersachsen teilte mit, Feuerwehr und Polizei sei der Absturz von möglichen Flugzeugteilen oder Teilen von Himmelskörpern gemeldet worden. Bei einem Großeinsatz der Feuerwehr mit Unterstützung durch einen Marinehubschrauber sei aber nichts gefunden worden.

dpa/les