Die rumänische Sängerin und Teilnehmerin des Eurovision Song Contests, Alexandra Căpitănescus hat Ärger: Wegen ihres Songs „Choke Me“, mit dem sie und ihre Band an dem Wettbewerb teilnehmen wollen, erfährt die Künstlerin zurzeit viel Kritik. Aktivistinnen halten das Lied für „gefährlich“ und „leichtsinnig“, weil es sexuelle Strangulation glorifizieren und romantisieren würde. Diese Praxis könne jedoch laut Studien zu Hirnschäden oder gar zum Tod führen.

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Wie der „Spiegel“ berichtet, gibt es Bedenken von mehreren Seiten. So warnt etwa die Juristin Clare McGlynn von der Durham University vor einer „alarmierenden Missachtung der Gesundheit junger Frauen“. Sie sieht in der Tatsache, dass Rumänien den Song ausgewählt und die EBU ihn zugelassen hatte, eine bedenkliche Normalisierung riskanter Sexualpraktiken. Sie findet, der Text spiele „mit dem Leben junger Frauen“.

Song „Choke Me“ löst Kontroverse um riskante Sexpraktiken aus

Die Worte „Choke me“ (deutsch: Würg mich) taucht gut 30 Mal in dem dreiminütigen Song auf. Gespickt ist das Lied zudem mit Beschreibungen über platzende Lungen und Atemnot. Aufgrund dieser Beschreibungen ist im Internet eine regelrechte Debatte um den Song entstanden. Einige fordern, ihn zu disqualifizieren oder den Text zu ändern.

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Ganz anders sieht das die Sängerin selbst. Laut ihrer Aussage handele es sich lediglich um eine Metapher für emotionale Überwältigung und Selbstzweifel. Kritikerinnen sehen jedoch eine bewusste Provokation. Dabei sind Sexpraktiken, bei denen ein Sauerstoffmangel möglich ist, nie ganz ungefährlich. Studien belegen, dass wiederholtes sexuelles Würgen mit messbaren Veränderungen von Hirnstruktur und -funktion sowie mit psychischen Beschwerden einhergeht.

Eurovision 2024: Diese Länder kämpfen in den Halbfinals um das Finale

Bisher bleibt der Song allerdings im Rennen, das Video ist weiter auf der EBU‑Website abrufbar. Sollte das Lied doch noch ausgeschlossen werden, wäre dies nicht das erste Mal, dass der Verband Songs wegen obszöner Sprache oder Doppeldeutigkeiten beanstandet hatte.

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Im ersten Halbfinale (12. Mai) treten Finnland, Georgien, Griechenland, Kroatien, Moldau, Portugal, Schweden, Belgien, Estland, Israel, Litauen, Montenegro, Polen, San Marino und Serbien an. Im zweiten Halbfinale (14. Mai) sind Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, Luxemburg, Rumänien, Schweiz, Tschechien, Albanien, Australien, Dänemark, Lettland, Malta, Norwegen, Ukraine und Zypern.

Der Sieger-Song und -Interpret steht nach dem großen Finale in Wien mit seinem traditionell komplizierten Punkteverfahren (mit Jury- und Zuschauervotes) in der Nacht zum 17. Mai gegen 1 Uhr fest.

mit dpa