Der Thüringer SPD-Bildungspolitiker Matthias Hey hat eine dauerhafte Hilfe für kleine Kindergärten angeregt. „Diese Kindergartenzahlen werden hier nicht in den nächsten Jahren besser werden, weil die Geburtenraten eben auch nicht besser werden“, sagte Hey in einer Debatte zu einer geplanten Änderung des Kindergartengesetzes. Das Problem sinkender Kinderzahlen in vielen Einrichtungen im Freistaat sei ein schwieriges und dauerhaftes.
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Viele Kitas haben weniger als 50 Kinder
Mit einer Änderung des Kindergartengesetzes will die Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD kleinen Kitas finanziell unter die Arme greifen. Geplant ist, dass kleine Kindergärten mit weniger als 50 Kindern mehr Geld über die Pro-Kopf-Pauschale erhalten. Allerdings ist das Instrument bisher nur für ein Jahr vorgesehen. Hey bemühte für seine Kritik daran einen Vergleich: Man habe eine schwere Erkrankung diagnostiziert, habe ein Medikament zur Verfügung, wende es aber nur einmalig an.

In Thüringen sinken wegen der demografischen Entwicklung die Kinderzahlen in den Kitas teils dramatisch. Einige Einrichtungen mussten bereits schließen, andere denken darüber nach, aufzugeben. Hey sagte, von rund 1400 Kindergärten im Freistaat hätten etwa 650 Einrichtungen weniger als 50 Kinder.


