Ein „äußerst ungewöhnlicher“ Fall, so nennt Strafverteidiger Jeff Weeden aus Colorado das schockierende Ereignis in Centennial. Ein fünfjähriger Junge wurde am 10. März nach dem Mittagsschlaf tot aufgefunden – mutmaßlich getötet von seinem elfjährigen Bruder, der nun wegen Mordes ersten Grades angeklagt ist. Der Elfjährige hätte eigentlich seine Hausaufgaben machen sollen, während sein kleiner Bruder schlief. Der auf Jugendstrafrecht spezialisierte Anwalt zeigt sich fassungslos über die Tat.

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USA: Elfjähriger unter Mordverdacht – Ermittlungen laufen

Da der mutmaßliche Täter minderjährig ist, steht er unter dem Schutz der Vertraulichkeit des Jugendgerichts – Details über das schreckliche Verbrechen werden wohl kaum an die Öffentlichkeit gelangen. Über den Fall berichtet unter anderem die „New York Post“. Wie das Kindergartenkind getötet wurde, geben weder die Familie noch die Behörden bekannt. Laut Weeden handelt es sich vermutlich um „beunruhigende Fakten und Umstände“.

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Dass ein Elfjähriger wegen eines so schweren Vergehens angeklagt wird, sei für den Strafverteidiger absolut ungewöhnlich. Er habe von solchen Fällen noch nie gehört, sagte er gegenüber der „New York Post“. „Elf ist viel zu jung für ein Verbrechen dieser Größenordnung“, fügte er hinzu. „Bei einem Elfjährigen muss man beweisen, dass er die Tötung beabsichtigt hat, dass er zumindest ein gewisses Maß an Nachdenken an den Tag gelegt hat“, erklärte der Jurist.

Die Verteidigung wird laut dem Experten argumentieren, dass kleine Kinder nicht die nötige Reife dafür besitzen. Für eine Verhandlung vor einem Erwachsenengericht sei der Elfjährige ohnehin zu jung. Wahrscheinlich wird das gesamte Verfahren zum Schutz des Minderjährigen hinter verschlossenen Türen stattfinden – daher könnte die Öffentlichkeit nie erfahren, wie Elias tatsächlich ums Leben kam, so Weeden.

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Urteil könnte bis zu sieben Jahre Haft nach sich ziehen

Sollte der Angeklagte für schuldig befunden werden, drohen ihm bis zu sieben Jahre Haft. Sein Anwalt werde dafür sorgen, dass er während seiner Haftzeit „jegliche Hilfe, Therapie und Unterstützung erhält“, sagte Weeden. Die Familie stehe unter Schock, viele Fragen seien noch offen. Auf GoFundMe wurde eine Spendenkampagne gestartet, um die Beerdigungskosten zu decken und den Hinterbliebenen zu helfen.