Wie viele Urlaubsländer in Europa kämpft auch Kroatien mit einer wachsenden Zahl illegaler Unterkünfte. Um dem entgegenzuwirken, tritt eine neue Gesetzgebung in Kraft. Kern der Regelung ist ein verpflichtendes Registrierungssystem für Ferienunterkünfte. Ohne eine entsprechende Kennung dürfen Ferienwohnungen und Ferienhäuser künftig nicht mehr über gängige Buchungsplattformen angeboten werden.
Strengere Vorschriften für Ferienunterkünfte in Kroatien
Der neue Gesetzentwurf wurde von Tonči Glavina, Tourismus- und Sportminister von Kroatien, bereits im April vorgestellt, wie der „Merkur“ berichtet. Künftig müssen alle Unterkünfte wie Ferienwohnungen, Zimmer oder Ferienhäuser in einem zentralen Registrierungssystem erfasst werden, das eine verbindliche Registrierungsnummer vergibt. Auch die administrativen Abläufe, etwa die Anmeldung der Unterkünfte, sollen über dieses System erfolgen. Ohne diese Kennung dürfen Ferienunterkünfte nicht mehr auf Airbnb, Booking.com oder vergleichbaren Plattformen angeboten werden. Das Gesetz soll bereits zum 1. Juni 2026 in Kraft treten.
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Zur Umsetzung und Kontrolle der neuen Vorgaben erweitert Kroatien zudem die Befugnisse der Behörden. Neben staatlichen Inspektionen sollen künftig auch Zollbehörden und kommunale Ordnungskräfte in die Kontrolle eingebunden werden.
Zahlreiche Neuerungen für den Sommerurlaub in Kroatien
Neben der Registrierung sind weitere Änderungen geplant, die auch Urlauber betreffen – etwa Liebhaber von Energy Drinks. In Gastronomiebetrieben des Landes sollen Ausschank und Konsum künftig untersagt werden. Zudem sieht die Regelung vor, dass Vermieter ihre Betriebserlaubnis verlieren können, wenn sie keine Kurtaxe entrichten.

Auch bei den Qualitätsprüfungen von Beherbergungsbetrieben sind Änderungen geplant. Private Ferienwohnungen, Zimmer und Ferienhäuser sollen künftig alle zehn Jahre neu bewertet werden. Für Hostels, Pensionen und Lodges ist ein Prüfintervall von fünf Jahren vorgesehen. Der gleiche Zeitraum soll künftig auch für Hotels und Campingplätze gelten, die bisher alle vier Jahre überprüft wurden. Endgültig beschlossen sind die neuen Vorgaben noch nicht. Bis zum 18. Mai 2026 besteht die Möglichkeit, fundierte Einwände einzubringen.
Rückgang bei deutschen Urlaubern
Kroatien hat im vergangenen Jahr einen neuen Tourismusrekord verzeichnet. Bis Ende August 2025 wurden rund 15,5 Millionen Ankünfte und 79,2 Millionen Übernachtungen registriert, was einem Plus von etwa einem Prozent entspricht, wie kroati.de berichtet. Im gleichen Zeitraum ist bei Gästen aus Deutschland jedoch ein leichter Rückgang zu beobachten. Als Gründe gelten vor allem gestiegene Preise für Unterkünfte sowie ein verändertes Reiseverhalten.



