Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland so wenige Kinder geboren wie seit 1946 nicht mehr. Damit setzte sich der rückläufige Trend bei den Geburten zum vierten Mal in Folge fort, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Nach vorläufigen Zahlen kamen 2025 rund 654.300 Babys zur Welt – das entspricht einem Rückgang von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Die Zahl der Todesfälle lag 2025 mit rund 1,01 Millionen deutlich über der von Geburten. Das Geburtendefizit betrug somit 352.000 Personen und erreichte damit den höchsten Wert der Nachkriegszeit, wie das Bundesamt weiter berichtet.

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Als Hintergrund für diese Entwicklung verweist die Behörde darauf, dass nun die vergleichsweise kleinen Geburtsjahrgänge der 1990er-Jahre in ein Lebensalter kommen, in dem häufig die Familiengründung erfolgt, meist in den frühen Dreißigern.
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So entwickeln sich die Geburtenzahlen in den einzelnen Bundesländern
Auch im Jahr 2025 verlief die Entwicklung der Geburtenzahlen regional unterschiedlich. In den ostdeutschen Bundesländern fiel der Rückgang mit minus 4,5 Prozent stärker aus als in den westdeutschen Ländern mit minus 3,2 Prozent. Einzig Hamburg verzeichnete mit einem Plus von 0,5 Prozent einen leichten Zuwachs. Den deutlichsten Rückgang meldete Mecklenburg-Vorpommern mit minus 8,4 Prozent.
In der folgenden Tabelle werden die Geburtenzahlen der einzelnen Bundesländer der Jahre 2024 und 2025 gegenübergestellt, sowie der prozentuale Rückgang, beziehungsweise Anstieg, beginnend mit dem größten Rückgang. Grundlage der Daten sind die Angaben des Statistischen Bundesamtes. Bei den Zahlen für 2024 handelt es sich um endgültige Zahlen, bei den Zahlen für 2025 um vorläufige.
| Geburten 2024 | Geburten 2025 | Prozentualer Anstieg/Rückgang | |
| Mecklenburg-Vorpommern | 9.157 | 8.387 | -8,4 Prozent |
| Sachsen | 24.697 | 23.127 | -6,4 Prozent |
| Thüringen | 11.803 | 11.053 | -6,4 Prozent |
| Schleswig-Holstein | 21.760 | 20.776 | -4,5 Prozent |
| Brandenburg | 15.154 | 14.495 | -4,4 Prozent |
| Sachsen-Anhalt | 12.526 | 11.978 | -4,4 Prozent |
| Rheinland-Pfalz | 33.606 | 32.347 | -3,8 Prozent |
| Baden-Württemberg | 97.507 | 94.062 | -3,5 Prozent |
| Niedersachsen | 65.646 | 63.410 | -3,4 Prozent |
| Bayern | 114.365 | 110.573 | -3,3 Prozent |
| Nordrhein-Westfalen | 152.688 | 147.962 | -3,1 Prozent |
| Saarland | 7.566 | 7.341 | -3 Prozent |
| Hessen | 53.089 | 51.742 | -2,5 Prozent |
| Bremen | 6.251 | 6.148 | -1,7 Prozent |
| Berlin | 33.749 | 33.233 | -1,5 Prozent |
| Hamburg | 17.553 | 17.637 | +0,5 Prozent |
Auch in weiteren europäischen Staaten wurden 2025 weniger Kinder geboren, darunter nach vorläufigen Angaben etwa Frankreich, Österreich, Italien und Schweden. In Ländern wie Spanien, den Niederlanden und Finnland hingegen zeichne sich eine Stabilisierung der Geburtenzahlen ab, so das Bundesamt.
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In Deutschland ist nach Einschätzung des Bundesamtes davon auszugehen, dass die Geburtenzahlen künftig selbst unter günstigen Bedingungen unter dem vergleichsweise hohen Niveau von 2021 mit rund 795.000 Geburten bleiben werden. Grundlage dafür seien Ergebnisse der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnungen.
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Endgültige und umfassende Daten zu den Geburten im Jahr 2025 sollen im Juli 2026 veröffentlicht werden. Relativ konstant blieb im vergangenen Jahr die Geburtenstruktur: 46,6 Prozent der Kinder waren Erstgeborene, 34,8 Prozent Zweitgeborene und 18,6 Prozent dritte oder weitere Kinder im Leben der jeweiligen Mutter.
mit dpa










