Im zehnten Jahr in Folge ist die Zahl der Geburten in Thüringen gesunken und hat den niedrigsten Stand seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 1990 erreicht. Im vergangenen Jahr seien nach vorläufigen Ergebnissen 11.053 Kinder geboren worden, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Das seien 6,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor gewesen, als 11.803 Neugeborene das Licht der Welt erblickten. Im Jahr 1990 wurden in Thüringen noch 28.780 Kinder geboren.

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Die Zahl der Sterbefälle von rund 31.178 überstieg die Zahl der Geburten 2025 den Angaben damit um fast das Dreifache. Damit bewegt sich der Freistaat laut der statistischen Daten des Bundesamts etwa im Durchschnitt der zurückliegenden fünf Jahre.

Stärkster Geburten-Rückgang in Mecklenburg-Vorpommern

Die niedrigen Geburtenzahlen der vergangenen Jahre ergeben sich den Statistikern bundesweit zufolge aus zwei Entwicklungen: Es gibt derzeit weniger Frauen, die Kinder bekommen können, weil die zahlenmäßig kleinen 1990er-Geburtsjahrgänge in das entscheidende Alter von Anfang 30 kämen. Außerdem sinke seit 2022 die zusammengefasste Geburtenziffer, die angibt, wie viele Kinder eine Frau heute im Durchschnitt bekommt.

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Wie in den Jahren zuvor sank die Geburtenzahl nach Angaben des Statistischen Bundesamts 2025 gegenüber 2024 in den östlichen Bundesländern mit 4,5 Prozent insgesamt stärker als in den westlichen Bundesländern mit 3,2 Prozent. Unter den Bundesländern verzeichnete nach den vorläufigen Ergebnissen ausschließlich Hamburg einen leichten Geburtenanstieg von 0,5 Prozent. Den stärksten Geburtenrückgang gab es in Mecklenburg-Vorpommern mit 8,4 Prozent.

epd