Ein 90 Jahre alter Passagier eines Kreuzfahrtschiffes ist an den Folgen seiner Magen-Darm-Beschwerden gestorben. Neben dem Mann sollen etwa 50 weitere Passagiere auf dem Schiff, das sich derzeit vor dem französischen Bordeaux im Atlantik befindet, über Symptome klagen. Der Kreuzer ist unter Quarantäne gestellt worden. Der Fall erinnert an den Fall des Kreuzfahrtschiffes „MV Hondius“, auf dem mehrere Personen an den Folgen des Hantavirus gestorben waren. Erst am Sonntagmorgen konnten die Passagiere die Hondius verlassen.

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Einen Zusammenhang mit dem Hantavirus schlossen die Gesundheitsbehörden am Mittwoch jedoch für das Schiff vor Bordeaux aus. An Bord des Kreuzfahrtschiffes befinden sich mehr als 1700 Menschen, unter ihnen gut 1200 überwiegend britische und irische Passagiere.
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Das Schiff der Reederei Ambassador Cruise Line war am 6. Mai von den Shetlandinseln ausgelaufen und sollte von Bordeaux aus weiter nach Spanien fahren.
Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff fordert drei Todesopfer
Nach ersten Untersuchungen sind die Erkrankten nicht mit Noroviren infiziert, die sehr ansteckend sind und Durchfall und Erbrechen auslösen. Es würden jedoch noch weitere Untersuchungen gemacht, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Möglicherweise habe es ein Problem mit verdorbenen Lebensmitteln gegeben.
Auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ war es während einer Fahrt von Argentinien zu den Kapverden zu einem Hantavirus-Ausbruch gekommen, bei dem drei Passagiere starben, darunter eine Deutsche. Bei zwei von ihnen wurde das Virus nachgewiesen, beim dritten Todesopfer gilt eine Hantavirus-Infektion nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich.
dpa





