Norwegens Kronprinz Haakon hat sich am Dienstag, dem 26. Mai, bemerkenswert offen über den Gesundheitszustand seiner Frau geäußert. Am Rande der Verleihung des Abel-Preises in Oslo sprach der 52-Jährige laut dem norwegischen Magazin „Se og Hør“ über die schwere Erkrankung von Kronprinzessin Mette-Marit. Damit sprach der Thronfolger aus, was viele Beobachter des Königshauses seit Wochen mit Sorge wahrgenommen hatten: Die Krankheit der Kronprinzessin bestimmt den Alltag der Familie immer stärker.
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Prinz Haakon über Mette-Marit: „Ich mache mir Sorgen“
„Die Kronprinzessin ist schwer krank, und es geht ihr in letzter Zeit deutlich schlechter“, sagte Haakon. „Ich mache mir Sorgen um ihre Gesundheit.“ Dass Mette-Marit inzwischen auch im Alltag Sauerstoff benutze, helfe „etwas“, erklärte der Kronprinz weiter. Zugleich machte er deutlich, dass es keine einfache Lösung gebe: Die Familie müsse versuchen, „so gut wie möglich damit umzugehen“.
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Bei Mette-Marit war 2018 eine Lungenfibrose festgestellt worden. Das ist eine schwere Erkrankung der Lunge, bei der das Gewebe nach und nach vernarbt. Dadurch wird das Atmen immer mühsamer, der Körper bekommt schlechter Sauerstoff, und selbst alltägliche Dinge können zur Belastung werden. Heilbar ist die Krankheit nicht.

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Noch im Jahr der Diagnose machte die heute 52-Jährige ihre Erkrankung öffentlich. Seitdem musste sie immer wieder Termine absagen oder ihr Programm einschränken. Zuletzt wuchs die Sorge um die Kronprinzessin, weil sie mehrfach mit einem Sauerstoffgerät auftrat.
Mette-Marit mit Lungenfibrose: „Sie hat weniger Kraft“
Bereits im vergangenen Dezember hatten Haakon und Mette-Marit in der Sendung „Året med kongefamilien“, auf Deutsch „Das Jahr mit der Königsfamilie“, über die Erkrankung gesprochen. Haakon beschrieb damals, wie sehr sich das Leben seiner Frau und damit auch der Familie durch die Krankheit verändert habe.
„Wir sehen ja, dass sie zunehmend mit dem Atmen zu kämpfen hat“, sagte der Kronprinz damals. Mette-Marit habe weniger Kraft und Energie, werde öfter krank, „und das kann ganz plötzlich kommen“. Für die Familie bedeutet das, dass vieles nicht mehr planbar ist. Gemeinsame Aktivitäten, die früher selbstverständlich waren, etwa Bergwandern oder Skifahren, seien nicht mehr möglich.
Mette-Marit selbst sprach in der Sendung mit bemerkenswerter Klarheit über die Möglichkeit einer Lungentransplantation. Sie habe gehofft, die Krankheit länger mit Medikamenten kontrollieren zu können. „Wir wissen ja schon seit Beginn dieser Krankheit, dass es in diese Richtung gehen wird“, sagte sie. Zugleich räumte sie ein, dass die Entwicklung schneller gekommen sei, als sie es sich vorgestellt und erhofft habe.
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Beim Pressetermin in Oslo blieb es jedoch nicht beim Blick auf Mette-Marits Krankheit. Haakon sprach auch über den Zusammenhalt in der Familie. Besonders die gemeinsamen Kinder, Prinzessin Ingrid Alexandra, 22, und Prinz Sverre Magnus, 20, hätten in den vergangenen Monaten eine wichtige Rolle gespielt. „Sie waren in den letzten sechs Monaten eine große Hilfe“, sagte der Kronprinz laut „Se og Hør“.
Auch seine Eltern kamen zur Sprache. Königin Sonja, 88, war zuletzt wegen Vorhofflimmerns und Herzinsuffizienz für eine Woche krankgeschrieben worden, wie der Palast am Sonntag mitteilte. Auch König Harald, 89, steht trotz seines hohen Alters weiterhin im Dienst der Monarchie. Haakon sagte, man müsse bei seinen Eltern Rücksicht auf ihr Alter nehmen. Zugleich zeigte er sich beeindruckt von ihrem Einsatz: Er finde es bemerkenswert, wie sowohl der König als auch die Königin ihre offiziellen Aufgaben weiter wahrnähmen. Sie leisteten „viel mehr, als man erwarten kann“.








