Am heutigen Dienstag fand der 8. Prozesstag im Mordfall des achtjährigen Fabian statt. Dabei ging es vor allem um die Auffindesituation des toten Kindes, das von der angeklagten 30-Jährigen entdeckt wurde. Gina H. soll die Polizei laut Aussage eines Beamten selbst informiert und zum Fundort der Leiche geführt haben. Sie und eine Bekannte hätten damals angegeben, mit Hunden spazieren gewesen zu sein, sagte ein Polizist vor dem Landgericht Rostock. Er war als erster Beamter an dem Tümpel bei Klein Upahl eingetroffen.
Fall Fabian: Polizei wundert sich über Verhalten der Frauen nach Leichenfund
Die beiden Frauen hätten die Polizei am Vormittag in die Nähe der Stelle geführt und den Beamten erklärt, wo der Leichnam genau liege. Beide seien aufgeregt gewesen. Auf ihn hätten sie aber nicht tief betroffen oder geschockt gewirkt, sagte der Beamte. Zudem habe es ihn irritiert, dass die Freundin der Angeklagten nicht gut zu Fuß war und dennoch im Wald spazieren war. Auch habe Gina H. betont, dass am Tatort ihre Fußspuren zu finden sein könnten. „Im Nachhinein kam uns das ein bisschen komisch vor. Als Polizisten wissen wir sowas ja. Es machte uns ein bisschen stutzig, dass das von allein kommt“, sagte der Polizist in dem Prozess laut „Bild“-Zeitung.
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Vor Ort sei er dann durch hohes Gras zu dem toten Jungen gegangen. Im Gerichtssaal 2002 wurden Fotos und Nahaufnahmen des nahezu völlig verbrannten Körpers gezeigt. Die Angeklagte vergrub ihr Gesicht dabei immer wieder in den Händen.
Prozess in Rostock: Richter warnt Zuschauer vor Aufnahmen vom Tatort
Richter Holger Schütt hatte die rund 90 Zuschauer im Gerichtssaal gewarnt, dass erneut Fotos gezeigt würden, die schwer zu ertragen sein könnten. Der Bildbericht enthielt Fotos vom Fundort, der in dem Bericht „Wildschweinkuhle“ genannt wurde. Fabians Mutter, die als Nebenklägerin an dem Prozess teilnimmt, war wegen der Fotos nicht zum Verhandlungstermin erschienen. Das Gericht gab zum Auftakt zusätzliche Verhandlungstermine bis Anfang September bekannt.
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Angeklagt ist eine 30-jährige Frau, die mit Fabians Vater liiert ist und den Jungen gut kannte. Sie sitzt seit November 2025 in U-Haft und schweigt bislang zu den Vorwürfen. Der Grundschüler wurde am 10. Oktober 2025 getötet und am 14. Oktober aufgefunden. Weiterer Zeuge war an diesem achten Prozesstag auch ein Kommissar, der die 3D-Tatortrekonstruktion erläuterte.
dpa/jcst




