Die langjährige Hartnäckigkeit und Geduld eines Hobbyarchäologen führten schließlich zu einem bemerkenswerten Erfolg. Über einen Zeitraum von 21 Jahren untersuchte der Sondengänger den Margam Beach in Neath Port Talbot in Wales auf der Suche nach Münzen und weiteren Fundstücken, die im 16. Jahrhundert infolge des Untergangs des Handelsschiffes „Ann Francis“ im Meer verloren gingen. Die im Laufe dieser systematischen Suche geborgenen Objekte bilden heute eine wertvolle Sammlung, die vollständig im National Waterfront Museum bewundert werden kann.

Schatzfund: Eine persönliche Erfolgsgeschichte

Der Schatz vor der Küste von Wales stellt zugleich eine außergewöhnliche persönliche Erfolgsgeschichte dar. Über einen Zeitraum von 21 Jahren suchte der heute 69 Jahre alte Sondengänger Peter Hughes mit einem Metalldetektor nach Münzen und weiteren Fundobjekten, die am Margam Beach angespült oder im Sand verborgen worden waren. Als er im Jahr 1996 seine erste Münze entdeckte, schilderte er gegenüber der BBC seine überwältigende Reaktion.

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Nach seinen Angaben hob er die Münze aus dem Sand, woraufhin sie im Sonnenlicht zu glänzen begann. Zunächst erkannte er die Darstellung des Heiligen Vinzenz, der ein Schiff in den Händen hält, und vermutete, es handle sich um ein Erinnerungsstück. Erst nachdem er die Münze umgedreht und das Wappen Portugals erkannt hatte, wurde ihm bewusst, dass es sich um eine historische Goldmünze handelte. Die Entdeckung löste nach eigener Aussage große Begeisterung aus und stellte einen prägenden Moment seiner langjährigen Suche dar.

Ein erheblicher Teil der von Hughes geborgenen Münzen stammt aus der Regierungszeit von Ferdinand und Isabella von Spanien. Zu den bedeutendsten Fundstücken zählt eine portugiesische Goldmünze, die zwischen 1555 und 1557 geprägt wurde. Darüber hinaus förderte Hughes im Verlauf seiner langjährigen Untersuchungen weitere Objekte zutage, darunter eine Bootsmannspfeife sowie ein Zahlenschloss, das vermutlich zu einer der hölzernen Transportkisten des gesunkenen Schiffes gehörte.

Geheimnisvolles Schiffswrack aus dem 16. Jahrhundert

Die von Peter Hughes am Strand geborgenen Fundstücke werden dem Handelsschiff „Ann Francis“ zugeschrieben. Das Schiff verfügte über eine Ladekapazität von etwa 80 Tonnen und befand sich im Besitz des Kaufmanns Francis Shaxton aus Kings Lynn. Am 2. Oktober 1583 verließ das englische Handelsschiff mit einer Ladung von rund 50 Tonnen Weizen den Hafen in Richtung Spanien. Für die Rückreise wurde es unter anderem mit wertvollen Münzen beladen. Am 28. Dezember 1583 geriet die „Ann Francis“ vor der Küste von Wales in einen schweren Sturm und sank.

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Erst die von Peter Hughes entdeckten Münzen ermöglichten eine erneute wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Geschichte des Schiffs. Nachdem er seine Funde dem Nationalmuseum von Wales, Amgueddfa Cymru, gemeldet hatte, konnten diese dokumentiert, untersucht und dem historischen Schiffswrack zugeordnet werden. Hughes berichtete, den Strand mehr als eintausend Mal aufgesucht und unzählige Stunden mit der systematischen Suche nach den Münzen verbracht zu haben.

Münzschatz kann im Museum bewundert werden

Die langjährige und sorgfältige Arbeit von Peter Hughes führte schließlich dazu, dass die geborgenen Fundstücke heute im National Waterfront Museum in Swansea der Öffentlichkeit präsentiert werden können. Nach Aussage von Alistair Willis, einem Mitarbeiter des Museums, zeichnen sich die Münzen und weiteren Artefakte nicht nur durch ihren außergewöhnlichen historischen Wert aus, sondern werden zugleich durch eine Vielzahl zeitgenössischer Schriftquellen ergänzt. Diese Dokumente ermöglichen eine Rekonstruktion der Ereignisse und verknüpfen die Funde mit den Lebensgeschichten von Seeleuten, Plünderern, Angehörigen des Adels, einem Schmuggler sowie einer Frau, die der Hexerei beschuldigt wurde.

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Um das archäologische Erbe dauerhaft zu bewahren, wurde der betreffende Küstenabschnitt am Margam Beach in Neath Port Talbot inzwischen unter Denkmalschutz gestellt. Die Maßnahme dient dem Schutz bislang unentdeckter Fundstücke sowie der wissenschaftlichen Erforschung des Fundortes. Eigenständige Suchen nach Münzen oder anderen archäologischen Objekten sind in diesem Bereich daher nicht mehr erlaubt.