Jimi Blue Ochsenknecht (34) muss sich wegen einer jahrelang unbezahlten Hotelrechnung erneut vor einem österreichischen Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft legte erfolgreich Berufung gegen die zuvor beschlossene Beendigung des Verfahrens ein, wie das Landesgericht Innsbruck mitteilte. Der Fall wird damit weiterverhandelt. Ein neuer Termin für den Prozess steht bislang noch nicht fest.

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Im August 2025 hatte das Landesgericht einen vorläufigen Schlussstrich unter die Angelegenheit gezogen: Der wegen schweren Betrugs angeklagte Schauspieler und Reality-TV-Star kam ohne Verurteilung davon, musste aber eine Geldbuße in Höhe von 18.000 Euro zahlen.
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Diese österreichische Form der Verfahrensbeilegung wird Diversion genannt. Die Staatsanwaltschaft gab sich in diesem Fall nicht damit zufrieden - und ein Berufungsgericht gab den Anklägern recht.
Justiz stellt Unrechtsbewusstsein infrage
Das Oberlandesgericht Innsbruck entschied, dass Ochsenknechts Aussagen vor Gericht und seine Schadensgutmachung nicht ausreichten, „um daraus eine von Unrechtsbewusstsein getragene Verantwortungsübernahme abzuleiten“, wie es in der Mitteilung hieß.
Ochsenknecht hatte Ende 2021 in einem Vier-Sterne-Hotel in Tirol nahe der bayerischen Grenze seinen 30. Geburtstag gefeiert. Die Rechnung von knapp 14.000 Euro wurde erst im vergangenen Sommer beglichen, als Ochsenknecht per Haftbefehl gesucht und festgenommen wurde. Der Schauspieler übernahm vor Gericht zwar die Verantwortung, legte aber kein formelles Geständnis ab.
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Ochsenknechts Anwalt in Deutschland wurde von der Deutschen Presse-Agentur um eine Stellungnahme gebeten. Ochsenknechts bisheriger österreichischer Verteidiger teilte der dpa mit, dass er den TV-Star nicht vertrete.
ef/dpa








