Großeinsatz der Polizei in Stuttgart: Wie die Behörden bestätigten, wurde eine 47-jährige Frau im Einkaufszentrum Milaneo von einem Täter mit einem Messer angegriffen und anschließend in Brand gesetzt. „Die Frau wurde durch den Angriff erheblich verletzt“, teilte die Polizei mit. Die Schwerverletzte wurde in eine Klinik gebracht und schwebt weiterhin in Lebensgefahr.
#Update zum Polizeieinsatz am #Milaneo mit unserem Pressesprecher Timo Brenner. Unsere Kollegen haben einen 54-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Er hatte offenbar eine 47-Jährige mit einem Messer angegriffen und anschließend in Brand gesetzt. #s2307 Eure #Polizei #Stuttgart pic.twitter.com/XcYUqNrKXC
— Polizei Stuttgart (@PP_Stuttgart) 23. Juli 2026
Auf Bildern war zu sehen, wie das Einkaufszentrum abgeriegelt wurde. Laut „Bild“ bestand zunächst die Hoffnung, dass sich der flüchtige Täter noch in den Räumlichkeiten aufhalte. Der mutmaßliche 54-Jährige wurde schließlich rund zwei Stunden nach der Tat festgenommen. Für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Polizei keine Gefahr.
Haftbefehl wegen versuchten Mordes
Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wurde der 54-Jährige am Freitag einem Haftrichter vorgeführt. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes erlassen .Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um den Ehemann der 47-Jährigen. Das Paar lebt den Ermittlungen zufolge allerdings getrennt.
Nach Angaben der Polizei lauerte der Mann seiner Ehefrau an ihrem Arbeitsplatz im Einkaufszentrum auf. Dort soll er sie zunächst mit einem Messer attackiert und anschließend in Brand gesetzt haben. Zeugen reagierten sofort und konnten die Flammen mit einem Feuerlöscher löschen. Dennoch ist der Gesundheitszustand der 47-Jährigen nach Angaben der Ermittler weiterhin kritisch.
Kontaktverbot bestand bereits
Nach der Tat flüchtete der Mann. Rund zwei Stunden später nahmen Polizeikräfte den 54-Jährigen in einem Waldstück im Stuttgarter Stadtteil Sillenbuch fest.

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Der Tatverdächtige war der Polizei bereits bekannt. Nach einem Fall von Partnerschaftsgewalt im Juni, bei dem die Frau leicht verletzt worden sein soll, lebte das Ehepaar getrennt. Gegen den Mann war nach Angaben der Polizei ein gerichtlich angeordnetes Kontakt- und Annäherungsverbot nach dem Gewaltschutzgesetz verhängt worden. Demnach hätte er sich weder seiner Ehefrau noch ihrer Arbeitsstelle nähern dürfen.
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