Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in ein Einfamilienhaus im niedersächsischen Landkreis Oldenburg sind nach Angaben der Polizei am Samstag, 25. Juli 2026, zwei Menschen ums Leben gekommen. Zunächst hatten Einsatzkräfte eine Leiche gefunden und nach einer weiteren Person gesucht. Wie die Polizei jetzt bestätigt, handelt es sich bei den Verstorbenen um einen 65-jährigen und einen 77-jährigen Mann. Beide kamen aus Bremen.

Flugzeug stürzt in Wohnsiedlung – Ursache noch unklar

Gegen 11 Uhr am Samstag wurden die Feuerwehr sowie weitere Einheiten von Rettungsdienst und Polizei zu dem Flugzeugabsturz gerufen. Aus bislang ungeklärter Ursache hatte die Maschine an Höhe verloren, wie die Feuerwehr berichtete. Sie stürzte in der Wohnsiedlung in dem Ort in der Nähe von Bremen in das Dach des Einfamilienhauses. Die Bewohner waren zu diesem Zeitpunkt den Angaben zufolge nicht zu Hause. Weitere Verletzte gab es laut Polizei nicht. Zur Ursache des Absturzes ist weiterhin nichts bekannt. Lediglich, dass die Maschine kurz vor dem Absturz aus Bremen gestartet sein soll.

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Für die Dauer des Einsatzes wurde der Luftraum über dem Unglücksort gesperrt. Laut Feuerwehr sicherten die Einsatzkräfte danach den beschädigten Dachstuhl. Teile des Schornsteins mussten abgetragen werden. Durch das gesamte Gebäude sei demnach Kraftstoff gelaufen.

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Laut Polizei gestaltete sich die Bergung des Flugzeugwracks aus dem Dach des Wohnhauses ohnehin sehr schwierig. Als Grund werden die Umstände am Einsatzort, einem Wohngebiet, genannt. Mittlerweile sei das Flugzeug aber vollständig aus dem Dach geborgen worden. Im weiteren Verlauf des Einsatzes werde das Wrack nun von der Absturzstelle abtransportiert.

Leichtflugzeug stürzt in Wohnhaus - mindestens ein Mensch tot
Vor Ort ist mittlerweile ein Bergungsteam zugange.© Jörn Hüneke/dpa | Jörn Hüneke

Anwohnende kehren nach Evakuierung zurück – Sperrung bleibt bestehen

Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich zwischenzeitlich um die Menschen, die das Unglück unmittelbar miterlebt oder sich in der Nähe befunden hatten. Für die Anwohner wurde eine Anlaufstelle eingerichtet. Um den Einsatzort wurden im Radius von hundert Metern die Bewohnerinnen und Bewohner aus ihren Häusern evakuiert. Nach Angaben der Polizei handelte es sich dabei um eine vorsorgliche Maßnahme. Es bestand aber keine Gefahr für die Allgemeinheit. Mittlerweile konnten alle Anwohnenden laut Polizei wieder zurück in ihre Häuser. Der unmittelbar betroffene Bereich im Wohngebiet bleibe aber weiterhin gesperrt.

Zur genauen Höhe des Schadens kann die Polizei derzeit noch keine Angaben machen. Nach groben Schätzungen könne aber von einem Schaden im hohen sechsstelligen Bereich ausgegangen werden.

daw und ppe, dpa