Ein ungewöhnlicher Vorfall hat am Donnerstag an einem Strand auf Sizilien für Aufregung gesorgt: Zahlreiche Geldscheine wurden von der Strömung an die Küste des Badeorts Marina di Ragusa getrieben, woraufhin sich zahlreiche Badegäste auf die Suche nach den Banknoten machten.

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Einsatzkräfte stellten schließlich Bargeld im Wert von knapp 700.000 Euro sicher. Die Geldscheine stammten aus zahlreichen Bargeldpaketen, die aus einem manövrierunfähigen Motorboot ins Meer geworfen worden waren. Die Ermittler der Polizei versuchen nun zu klären, woher das Geld stammt und warum sich die Bargeldpakete an Bord des Bootes befanden.
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Urlauber auf Sizilien überrascht: Menschen schmeißen Geld ins Wasser
Nach bisherigen Erkenntnissen war das kleine Motorboot mit Kabine in der Nähe des Hafens von Marina di Ragusa wegen Treibstoffmangels liegen geblieben. Zwei der vier Insassen sollen sich zum Hafen begeben haben, um Benzin zu besorgen. An Bord blieben ein Erwachsener und ein Jugendlicher zurück. Durch die Strömung wurde das Boot in Richtung Küste getrieben.
Die starke Schräglage ließ Strandbesucher einen möglichen Schiffsunfall befürchten, woraufhin sie die italienische Küstenwache alarmierten. Als die Einsatzkräfte eintrafen, sollen die beiden verbliebenen Personen an Bord begonnen haben, sich des Geldes zu entledigen und zahlreiche Pakete mit Banknoten ins Wasser zu werfen.

Die Strömung trieb die Scheine bis an den Strand, wo zahlreiche Menschen begannen, sie einzusammeln. Neben der Küstenwache waren auch Polizei, Carabinieri und Finanzpolizei im Einsatz. Das Gebiet wurde abgesperrt, das Geld sichergestellt und Personen überprüft, die Banknoten eingesteckt hatten. Nach ersten Angaben waren die Scheine in Paketen gebündelt und umfassten Stückelungen von fünf bis 100 Euro. Das Motorboot wurde ebenso beschlagnahmt wie die sichergestellte Bargeldsumme.
Nacht vermeintlichem Bootsunglück: Teil des Geldes könnte verschwunden sein
Die Behörden schließen nicht aus, dass trotz des umfangreichen Einsatzes ein Teil des Geldes verschwunden sein könnte. Drei Erwachsene wurden festgenommen. Das Boot wurde in den Hafen von Marina di Ragusa geschleppt und dort mit Unterstützung spezialisierter Ermittler durchsucht. Die Einsatzkräfte prüfen derzeit die Route des Motorbootes und mögliche Kontakte während der Fahrt.
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Die Herkunft des Geldes sowie der Grund für den Versuch, die Bargeldpakete beim Eintreffen der Küstenwache zu beseitigen, sind bislang ungeklärt. Ein mögliches kriminelles Geldgeschäft gehört zu den überprüften Hypothesen, offizielle Ergebnisse liegen jedoch noch nicht vor.
Der Fall sorgt für Aufsehen in Marina di Ragusa, einem beliebten Badeort an der Südküste Siziliens. International bekannt wurde der Ort als einer der wichtigsten Drehorte der weltweit populären Fernsehreihe um Kommissar Montalbano, die auf den Kriminalromanen des sizilianischen Schriftstellers Andrea Camilleri basiert. Strände, Uferpromenade und Jachthafen dienten wiederholt als Kulisse für die fiktive Küstenstadt Vigàta. Heute zählt Marina di Ragusa zu den beliebtesten Urlaubsorten der Insel und zieht vor allem wegen seiner weißen Sandstrände zahlreiche Besucher an.




