Sieg für die neue Tourismusstrategie. Zumindest, wenn es darum geht, ob sie oder die Grüne-Herz-Kampagne zuerst vorgestellt wird. Eigentlich sollte diese den Vorzug erhalten und erst dann die davon in weiten Teilen abhängige Tourismusstrategie präsentiert werden.

Auch interessant

Doch die monatelangen Verzögerungen bei der konkreten Ausarbeitung der künftigen Landesmarke haben den Tausch bewirkt. Zudem war das Wirtschaftsministerium mit den terminlich lange festgelegten Tourismustagen Ende September auch zeitlich unter Druck. In Bad Blankenburg ohne Inhalte der neuen Strategie aufzutreten, nachdem die alte schon seit mehreren Monaten ausgelaufen ist, wäre den teilnehmenden Organisationen, Vereinen und Betrieben nicht zu vermitteln gewesen.

Gerald Müller
Redakteur Gerald Müller© Funke Medien Thüringen | Marco Schmidt

Arbeitsgrundlage für Touristiker

Die Touristiker vor Ort haben nun – und das ist wichtig – eine bis 2035 gültige Arbeitsgrundlage. Interessant ist dabei, dass die Städte Erfurt, Weimar sowie die Wartburg und der Rennsteig als bisherige Aushängeschilder zwar nicht an Bedeutung verloren haben, doch marketingmäßig nicht mehr so deutlich wie bisher hervorgehoben werden sollen. Wohl auch, weil dieses Quartett inzwischen sehr bekannt ist und auch genug Zulauf hat, den andere Orte und Sehenswürdigkeiten Thüringens noch gut gebrauchen können.

Auch interessant

Erst recht, da der Kampf um Gäste immer härter wird, gerade der Urlaub in Deutschland wieder an Beliebtheit gewonnen hat. Thüringen muss sich also für das angestrebte Gesamterlebnis mit seinen Besonderheiten und einem Rundum-Service von der Konkurrenz abheben. Die Strategie ist die Grundlage dafür. Folgen weitere Siege?