Wie lebt eine Stadt, in der der Weg zur Arbeit zur täglichen Mutprobe wird? In der neuen Folge von „Im Krisenmodus“ berichtet Kriegsreporter Jan Jessen aus Cherson im Süden der Ukraine – einer Stadt, die nahezu täglich unter russischem Beschuss und Drohnenangriffen steht. Dort begleitet Jan unter anderem den Busfahrer Maksym, der seit 17 Jahren Menschen durch die Stadt fährt. Heute erklärt er seinen Fahrgästen nicht nur den Fahrplan, sondern auch, wie sie einen Drohnenangriff überleben können.

„Wenn Drohnen angreifen, ist das etwas anderes“, sagt Maksym. „Dann muss man schnell handeln und versuchen, die Menschen so schnell wie möglich in den nächsten Schutzraum zu bringen.“ Neben ihm im Bus liegen ein Helm und ein Drohnendetektor. Jede Fahrt kann die letzte sein – für Fahrer und Fahrgäste gleichermaßen. Trotzdem steigen die Menschen ein, weil sie zur Arbeit, ins Krankenhaus oder zu ihren Angehörigen müssen.

Warum bleiben so viele in Cherson? „Ja, es ist gefährlich hier, aber leider gibt es in anderen Regionen oft keine Möglichkeit, ein neues Leben zu beginnen“, erklärt Maksym. „Deshalb leben und arbeiten wir weiterhin hier, unterstützen uns gegenseitig und halten zusammen.“ Seine Geschichte steht stellvertretend für Tausende Menschen, die den Alltag in einer Stadt aufrechterhalten, in der russische Drohnen gezielt Jagd auf Zivilisten machen.

Hier geht es zur Folge:

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Cherson unter Drohnenangriffen – wie eine Stadt im Krieg weiterlebt
Im Krisenmodus
 

Die neue Folge von „Im Krisenmodus“ erzählt von Menschen, die trotz Angst weitermachen: Über Busfahrer, Theatermacher und Bewohnern, die ihre Nächte in Kellern verbringen. Sie zeigt, wie sich das Leben unter permanentem Beschuss verändert – und warum Cherson trotz Terror und Zerstörung nicht aufgibt.

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In unserem Podcast „Im Krisenmodus“ teilen Menschen aus Krisengebieten ihre bewegenden Geschichten. Soldaten, Helferinnen und Helfer sowie Betroffene erzählen aus erster Hand von den Herausforderungen ihres Alltags. Jan Jessen reist dafür regelmäßig in die betroffenen Regionen und gibt den Menschen vor Ort eine Stimme.

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