
25 Jahre prägte er die Thüringer Politik und vor allem die SPD - nun kandidiert Christoph Matschie nicht für den Fraktionsvorsitz. 1961 in Mühlhausen geboren, trat Matschie (hier 1999 mit Wolfgang Thierse) 1989 in die SDP der DDR (später: SPD) ein und war Vertreter am zentralen Runden Tisch.© zgt

Nach der Schule absolvierte Matschie eine Berufsausbildung mit Abitur zum Mechaniker und arbeitete als Krankenpflegehelfer in Erfurt. Bereits seit Anfang der 1980er Jahre engagierte er sich in der Friedensbewegung. Das Bild zeigt den SPD-Landesvorsitzenden 1999.© zgt

Aus den politischen Anfängen von Christoph Matschie (li.) in Jena: Hier verteilt er Ende Februar 1990 Infos zur bevorstehenden Volkskammerwahl. Er war im Oktober 1989 in die SDP eingetreten jetzt ist seine Karriere vorerst so gut wie zu Ende. Foto: Dieter Urban© zgt

Von 1984 bis 1989 studierte Matschie Theologie in Rostock und Jena und schloss als Diplom-Theologe ab.© zgt

Von 1990 bis 2004 war Matschie (hier mit Klaus Wowereit) Bundestagsabgeordneter, von 1998 bis 2002 als Mitglied im Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion.© zgt

Seit 1996 war Matschie Mitglied im Landesvorstand der SPD in Thüringen. Im November 1999 wurde er zum Landesvorsitzenden gewählt. Hier gratuliert ihm sein Vorgänger Richard Dewes zur Wahl.© zgt

Vom 22. Oktober 2002 an war Matschie (hier mit dem Jenaer OB Albrecht Schröter und dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder) Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung. Am 24. Juni 2004 gab er seinen Rücktritt von diesem Amt bekannt, um sich der thüringischen Landespolitik zu widmen.© zgt

Bei der Thüringer Landtagswahl 2004 trat Matschie erstmals als Spitzenkandidat seiner Partei an. Bei dieser Wahl verlor die SPD vier Prozentpunkte und sank mit 14,5 Prozent der Stimmen auf einen historischen Tiefststand. Die CDU erreichte unter Dieter Althaus 43 Prozent der Stimmen und eine absolute Mehrheit.© zgt

Am 24. Februar 2008 wählten ihn die Mitglieder der Thüringer SPD mit 71,6 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2009. Sein Gegenkandidat Richard Dewes erhielt 27,0 Prozent.© zgt

Demonstrative Freude nach der Landtagswahl 2009. Matschie bekräftigte nach der Wahl, Bodo Ramelow keinesfalls zum Ministerpräsidenten zu wählen, auch wenn die Linke zweitstärkste Partei geworden war.© zgt

Die Entscheidung, in eine Koalition mit der CDU zu gehen, nahmen Matschie viele in der SPD übel. Im Kabinett Lieberknecht erhielt er das Amt des Thüringer Kultusministers und die Funktion des Stellvertreters der Ministerpräsidentin. © zgt

Keine Liebesheirat, sondern eine Vernunft-Ehe: Die große Koalition unter Christine Lieberknecht und Christoph Matschie, hier nach ihrer ersten Regierungserklärung im November 2009.© zgt

Als Kultusminister war Matschie (hier im Depot der Klassik Stiftung Weimar) sowohl für Kunst und Kultur zuständig...© zgt

...als auch für Bildung, wie hier beim Landesschülertag mit Rapper "Doppel-U". Auf seine Initiative hin wurde das Thüringer Schulgesetz verabschiedet, dass die Gemeinschaftsschule vorsieht.© zgt

Für die Landtagswahl 2014 einigte sich die Thüringer SPD auf Heike Taubert als Spitzenkandidatin und erreichte nur noch 12,4 Prozent der Stimmen.© zgt

Einen Tag nach der Wahl erklärte er, nicht mehr für den SPD-Landesvorsitz kandidieren zu wollen, sein Nachfolger wurde Andreas Bausewein. Die SPD ging erstmals eine rot-rot-grüne Koalition unter Führung der Linken ein. © zgt

Bausewein bedachte Matschie nicht mit einem Ministerposten. stattdessen sollte er den Fraktionsvorsitz des erst kurz zuvor gewählten Matthias Hey übernehmen. Kritiker sagten, Bausewein sichere sich so Matschies wichtige Stimme für die Wahl Ramelows zum Ministerpräsidenten.© zgt

Nach einigem Hin und Her erklärte Matschie, auf eine Kandidatur für dieses Amt zu verzichten und Hey den Vortritt zu lassen. Damit ist er nur noch einfacher Abgeordneter im Thüringer Landtag.© zgt

Es folgen weitere Bilder aus Matschies Karriere, hier mit Christine Lieberknecht in Shanghai (China) beim Besuch von Carl Zeiss Shanghai.© zgt

Der SPD-Chef Sigmar Gabriel (r) und der damalige SPD-Landesvorsitzende Christoph Matschie kommen am 22.08.2013 auf den Marktplatz in Jena zu einer Wahlkampfveranstaltung.© zgt

In der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt besichtigen Lieberknecht und Matschie eine Isolierzelle.© zgt

Die designierte CDU-Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und SPD-Landeschef Christoph Matschie präsentieren am 21.10.2009 in Erfurt den Koalitionsvertrag.© zgt

Die Spitzenkandidaten der Thüringer Landtagswahl 2004 (v.l.), Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU), Christoph Matschie (SPD) und Bodo Ramelow von den Linken beantworten Journslistenfragen im Wahlstudio des ZDF.© zgt

Christoph Matschie küsst seine damalige Ehefrau Mitslal Kifleyesus am 30.08.2009 auf der Wahlparty der SPD in Erfurt.© zgt

Matschie, hier mit Ex-Ehefrau Mitslal Kifleyesus, ist geschieden, hat drei Kinder und wohnt in Jena.© zgt

Matschie mit Partnerin Nimet Tan beim 21. Thüringer Wirtschaftsball in Weimar.© zgt

Der SPD-Kanzlerkandidat und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (r) besucht am 04.05.2009 das Opel-Werk in Eisenach, dahinter der Thüringer SPD-Landeschef Christoph Matschie.© zgt

Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck (2.v.r.) besucht am 16.08.2007 auf seiner Sommertour in Thüringen das Werk der Robert-Bosch-Fahrzeugelektrik Eisenach GmbH und besichtigt dort die Fertigung. Thüringens SPD-Partei- und Fraktionschef Christoph Matschie (2.v.l.) beobachtet das Geschehen.© zgt

Der Bundesaußenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (l., SPD) sitzt am 06.02.2009 im Deutschen Nationaltheater in Weimar beim Festakt zu 90 Jahre Weimarer Nationalversammlung neben Thüringens SPD-Chef Christoph Matschie.© zgt

Bundeskanzler Gerhard Schröder 2002 in Arnstadt gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden Christoph Matschie vor den rund 200 Delegierten des Landesparteitages der Thüringer SPD.© zgt

Der Rennsteigtunnel, Deutschlands längster Autobahntunnel, wird am Samstag 05.07.2003 bei Zella-Mehlis von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU), Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Staatssekretär Christoph Matschie (SPD/v.l.) für den Verkehr frei gegeben.© zgt

Neben dem Vorsitzenden der Umweltausschusses des Deutschen Bundestages, Christoph Matschie (r, SPD), sitzt Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) am 19.08.2002 zu Beginn der Sitzung des Umweltausschusses in Berlin.© zgt

Entsorgt: Ein Wahlkampfplakat des SPD-Spitzenkandidaten zur Landtagswahl 2004 in Thüringen, Christoph Matschie.© zgt


