Mindestens 69 Menschen sind bei dem Kentern eines Bootes vor der mauretanischen Küste ums Leben gekommen. Rund 160 Menschen, darunter gambische sowie senegalesische Staatsbürger, waren an Board, wie der Nachrichtensender BBC unter Berufung auf die Küstenwache des nordwestafrikanischen Landes mitteilt. 17 Menschen seien gerettet worden. Die Suche nach weiteren Passagieren, die sich an Bord des Boots befanden, das auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln war, wird fortgesetzt.

Migranten: Immer häufiger über den Atlantik nach Europa

Überlebenden zufolge verließ das Boot Gambia sechs Tage vor dem Unglück am Dienstag. Die gefährliche Reise über den Atlantik werde für afrikanische Migranten, die nach Europa gelangen wollen, zu einer immer häufigeren Route. Quellen aus der Küstenwache teilten der spanischen Nachrichtenagentur EFE mit, dass die Suchaktionen vor der Küste etwa 60 Kilometer nördlich der Hauptstadt Nouakchott im Gange seien und Rettungsteams sich darauf vorbereiteten, zu tauchen und das gesunkene Schiff zu untersuchen.

Auch interessant

Die Migranten hätten am späten Dienstagabend die Lichter einer Küstenstadt entdeckt und seien „auf die Seite gedrängt worden, wodurch das Schiff kenterte“, sagte ein hochrangiger Beamter der Küstenwache der Nachrichtenagentur AFP. Im vergangenen Jahr erreichten fast 47.000 Menschen die Kanarischen Inseln und die spanische Nichtregierungsorganisation „Caminando Fronteras“ schätzt, dass mehr als 9000 Migranten bei dem Versuch ums Leben kamen.

fmg/jan