37.835 rechtsextremistische Straftaten wurden allein im Jahr 2024 begangen – mehr als 100 an jedem einzelnen Tag. Und das sind nur die Taten, die auch erfasst wurden und im Bericht des Bundesamts für Verfassungsschutz auftauchen. Rechtsextremismus ist in Deutschland Alltag – und das Gewaltpotential steigt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Wie aus dem Verfassungsschutzbericht auch hervorgeht, stiegen die rechtsextremistisch motivierten Straf- und Gewalttaten 2024 um 47,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Inzwischen hält der Verfassungsschutz mehr als 50.000 Menschen in Deutschland für potentiell rechtsextrem, 15300 für gewaltorientierte Rechtsextremisten. Auch diese Zahlen sind in den vergangenen fünf Jahren stetig gewachsen.
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Zur Wahrheit gehört auch: Das kriminelle Potential ist in Deutschland ungleich verteilt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Clara Bünger hervor, über die das Portal „t-online“ berichtet.
Rechte Straftaten: Besonders neue Bundesländer sind betroffen
Demnach verzeichnete Brandenburg 2024 im Schnitt 142 rechte Straftaten auf 100.000 Einwohner gerechnet. Das Bundesland steht damit an der Spitze des besorgniserregenden Rankings. Dicht dahinter liegt Mecklenburg-Vorpommern mit 139 Straftaten pro 100.000 Einwohner, Sachsen-Anhalt (137), Thüringen (135) und Sachsen (104). Danach folgen die Großstädte Berlin (76), Hamburg (73) und Bremen (57), dann das Saarland (54) und Schleswig-Holstein (51). Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen den deutlichsten Anstieg.
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„Die Zahlen machen deutlich, wo Hotspots rechter Gewalt sind“, sagte die Linken-Abgeordnete Bünger gegenüber dem Portal. Hier bestehe besonderer Handlungsbedarf. So müssten etwa Beratungsstrukturen für Betroffene und Engagierte langfristig gesichert werden. „Rechtsextreme müssen im Alltag zurückgedrängt werden“, sagte Bünger „t-online“.
lro








