Mit der Forschungsgruppe Wahlen und Infratest Dimap kamen in dieser Woche kurz nacheinander gleich zwei renommierte Umfrageinstitute zu dem Ergebnis, dass die AfD derzeit bei 25 Prozent Zustimmung liegt. Nur noch zwei Prozentpunkte Vorsprung haben CDU und CSU, Tendenz sinkend. Noch krasser ist das Bild in Sachsen-Anhalt, wo in einem Jahr gewählt wird: Hier ist die AfD der CDU enteilt und liegt bei 39 Prozent.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Wie groß das Problem der Union wirklich ist, verrät aber vor allem eine Zahl: Gefragt, welcher Partei sie am ehesten zutrauen, Probleme im Bereich Migration und Asyl zu lösen, nannten mehr Menschen die AfD als die CDU.

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Wieviel Scholz steckt in Merz?
Rambo Zambo – Der Merz-Podcast
 

Die Regierung überzeugt einen Teil der Wähler, dass die AfD schon immer Recht hatte

Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Geschützte, Kontrollen und Zurückweisungen an den Grenzen, das Bemühen, mit den Taliban ins Gespräch zu kommen, um mehr nach Afghanistan abschieben zu können: Innenminister Alexander Dobrindt setzt im Auftrag des Kanzlers eine harte Migrationspolitik durch, und die drückt die Zahl der Asyl-Erstanträge nach unten. Aber das hat bisher offenbar nichts dazu getan, die AfD kleinzumachen. Im Gegenteil, der Kurs der Regierung scheint einen Teil der Wähler zu überzeugen, dass die AfD mit ihrem Anti-Migrations-Sound die ganze Zeit über recht hatte. Genau davor warnen Experten und Expertinnen schon länger.

Theresa Martus / Funke Zentralredaktion
Theresa Martus, Korrespondentin Bundespolitik© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Die Hoffnung, die AfD werde schon von selbst weggehen, wenn man sich nur weit genug in ihre Richtung bewegt, erfüllt sich erkennbar nicht. Die Union muss sich jetzt ehrlich machen und überlegen, wie sie dieser Partei beikommen kann, bevor nicht nur die Umfragen so aussehen, sondern auch die Wahlergebnisse.