Wenn Donald Trump als prominenter Zuschauer bei Sportveranstaltungen auftaucht, geht das nicht immer gut. 2019 wurde er in Washington D.C. bei einem Spiel der Baseball World Series gnadenlos ausgepfiffen. Rufe wie „Sperrt ihn ein!“ dürften Trump nicht gefallen haben. Und auch 2015, da war er noch gar nicht Präsident, gab es Buhrufe und laute Missfallensäußerungen, als Trump bei einem Viertelfinalspiel der Williams-Schwestern als Zuschauer bei den US-Open in Flushing Meadows auftauchte.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Donald Trump ist Tennis-Fan und besaß bis zu Beginn seiner ersten Amtszeit eine Loge für die Spiele bei dem Grand-Slam-Turnier. Nun kommt er am Sonntag zum Herrenfinale – diesmal als Ehrengast des Schweizer Uhrenherstellers Rolex. Weil auch diesmal mit Unmutsbekundungen zu rechnen ist, hat der Veranstalter der US-Open, die United States Tennis Association (USTA), Vorkehrungen getroffen, die dem US-Präsidenten Peinlichkeiten ersparen sollen.
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„Übliches Vorgehen“: Veranstalter der US-Open wehren sich gegen Zensur-Vorwürfe
Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, hat die USTA die Fernsehsender, die die US Open übertragen, in einem Memo gebeten, keine Störungen oder Reaktionen auf den Trump-Besuch zu zeigen. Zudem werde es verstärkte Sicherheitsvorkehrungen geben. Die USTA bezeichnete die Maßnahme als „übliches Vorgehen“ und verbat sich Zensurvorwürfe. Trump werde bei der Zeremonie vor dem Match zwischen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz in den Übertragungen zu sehen sein, hieß es.
Die Sicherheitsvorkehrungen wiederum führen zu Verzögerungen vor dem Match. Vor dem Beginn hat der Secret Service das Kommando übernommen, führt Eingangskontrollen durch. Und das dauert. Das Spiel soll deshalb nicht wie geplant um 20 Uhr deutscher Zeit, sondern erst um 20.30 Uhr beginnen. So soll für alle Zuschauer genug Zeit bleiben, um ihre Plätze einzunehmen.
US-Open-Finale: Tennis-Stars sehen Trump-Besuch als Privileg
Die beiden Protagonisten des Abends, Sinner und Alcaraz, gaben sich derweil diplomatisch. „Es ist ein Privileg für Turniere, einen Präsidenten zu empfangen, egal welches Land er regiert“, sagte Alcaraz. Ähnlich äußerte sich Sinner. Der Besuch berühmter Persönlichkeiten bei dem Turnier bedeute, „dass Tennis wichtig ist“, so der Italiener.
Während Trump „for free“ in der Loge des Luxusuhrenherstellers Platz nehmen darf, mussten die meisten anderen Zuschauer tief ins Portemonnaie greifen. Die Preise für Finaltickets starten bei knapp 700 US-Dollar. Außerdem gibt es verschärfte Taschenkontrollen. Trump zu filzen, dürfte dagegen wohl niemand wagen.
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