- Nach dem Mord am rechten Aktivisten Charlie Kirk will seine Witwe Erika in dessen Fußstapfen treten
- Dabei kann sie sich der Unterstützung Donald Trumps gewiss sein
- Was kann die ehemalige Schönheitskönigin in den USA bewegen?
Erika Kirk, die Witwe des ermordeten Influencers Charlie Kirk, schickt sich an, das Ruder seiner politischen Bewegung „Turning Point Action“ zu übernehmen. In den USA wird aber eine andere Frage diskutiert: Was verbindet die ehemalige Schönheitskönigin mit US-Präsident Donald Trump?
Gedenkfeier: Trump will Kirks Frau trösten
Die Bilder sind Millionen von Amerikanern für ewig ins Gedächtnis gebrannt: Der fast 80-jährige US-Präsident Donald Trump hält Erika Kirk, die 2012 als „Miss Arizona“ zur Schönsten in ihrem Heimatstaat gekürt wurde, zärtlich im Arm. Er will die 36-Jährige nach dem tränenreichen Abschied von ihrem Mann Charlie trösten. Aber die Szene weckt auch Erinnerungen an so manche Entgleisung des Präsidenten. Etwa an seine Bemerkung, „Ivanka wäre meine Freundin, wenn sie nicht meine Tochter wäre“. Oder an die schaurige Szene mit Jeffrey Epstein: Trump steht mit dunkel bemalten Augenbrauen lächelnd neben dem Sexualstraftäter, während sie jungen Mädchen im Teenager-Alter beim Tanzen zuschauen.
Reporter, die sich auf den verstörenden Auftritt bei der Charlie-Kirk-Gedenkfeier keinen Reim machen konnten, hat das Weiße Haus mit einer simplen Erklärung abgewimmelt: Der Präsident habe ein „mitfühlendes Herz“ und der Witwe lediglich sein Beileid ausdrücken wollen.
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Das kann durchaus stimmen. Die beiden kennen sich seit mehr als 13 Jahren. Als Erika Kirk den Schönheitswettbewerb in Arizona gewann, waren die „Miss USA“-Wettbewerbe ein wichtiger Teil von Trumps Firmenimperium. Seit der Ermordung ihres Mannes am 10. September hat der Präsident mindestens zweimal mit der Witwe telefoniert.
Witwe übernimmt Medienimperium ihres Mannes
Eine schlüssige Antwort, was genau Trump und Kirk verbindet, gibt es zur Stunde nicht. Sicher ist: In den kommenden Jahren dürfte der Präsident viel mit der einstigen Schönheitskönigin zu tun haben. Am Tag vor der Trauerfeier gab ‚Turning Point Action‘ bekannt, dass Erika Kirk als „Chief Executive Officer“ (CEO) das politische Medienimperium ihres Mannes übernehmen wird. „Erika ist mit Leib und Seele dabei, sie ist das schlagende Herz und die treibende Kraft hinter unserer Bewegung“, sagte deren Sprecher Andrew Kolvet.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Dass die Witwe die Rolle ihres Mannes übernimmt, kommt nicht überraschend. Zwar gab es Zweifel an der Echtheit ihrer Worte, als sie Tyler Robinson, dem mutmaßlichen Mörder ihres Mannes, vergab. Doch scheint sie tief in christlichen Werten verwurzelt. Erika wuchs in einer streng katholischen Familie auf. Ihre Mutter nahm sie in Suppenküchen für Obdachlose mit. An Schönheitswettbewerben nahm sie auch deshalb teil, um Geld für Arme zu sammeln. Als junge Frau gründete Erika die wohltätige Organisation „Everyday Heroes Like You“ (Helden des Alltags wie Du). Außerdem moderierte sie einen Podcast, in dem sie christliche Nächstenliebe predigte.

Charlie Kirk: Zu große Fußstapfen hinterlassen?
Unklar ist für den Moment, welche der Aufgaben, mit denen Charlie im republikanischen Establishment zum Superstar wurde, Erika übernehmen wird. Zu seinen Stärken zählte, mit jungen Menschen leidenschaftliche Diskussionen über Politik zu führen. Mit dem Auftritt auf dem Campus der Utah Valley University, wo er von einer Kugel tödlich getroffen wurde, wollte der Aktivist eine mehrmonatige Tournee starten. Manche zweifeln daran, dass Erika über den Intellekt und die Redegewandtheit verfügt, um in die Fußstapfen ihres Mannes zu treten – und intelligente andersdenkende Menschen von ihrem Standpunkt überzeugen kann.
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Die Leitung von Charlies Podcast dürfte die Witwe in den nächsten Wochen übernehmen. Ob sie auch versuchen wird, Bestseller zu schreiben wie Charlies umstrittenes Buch „The Right Wing Revolution“, steht in den Sternen.
Erika Kirk legt Wert auf die Feststellung, dass sie Charlies Vermächtnis pflegen, aber trotzdem ein eigenständiger Mensch bleiben wolle. Gerne erinnert sie daran, dass sie und Charlie in einem Podcast gefragt wurden, wer von beiden konservativer sei. Ihr Mann habe, ohne mit der Wimper zu zucken, geantwortet: „Oh, das ist eindeutig Erika!“











