Für Friedrich Merz (69) hätte sein Besuch beim Münchner Oktoberfest am Wochenende ein Fingerzeig sein können. Im Traditionsfestzelt „Schottenhammel“ zeigte sich der Bundeskanzler auf der Empore und prostete dem bierseligen Volk zu seinen Füßen mit dem Maßkrug zu. Das Echo war verhalten, spärlicher Applaus vermischte sich mit Buhrufen. Für Lokalmatador Markus Söder (CSU) sah es besser aus. Der bayerische Ministerpräsident erntete mehr Zustimmung.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Der aktuelle Meinungstrend des Instituts Insa vom Dienstag bestätigt nun den Abwärtstrend des als Hoffnungsträger gestarteten Merz. Demnach kommt der Kanzler nur noch auf einen Zustimmungswert von 35,5 – ein Minus von 0,9 Punkten im Vergleich zur Vorwoche. Erst am Samstag hatte Insa ermittelt, dass ganze 62 Prozent der Befragten unzufrieden mit der Arbeit von Merz seien.
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Im Politiker-Ranking belegt der Mann aus dem Sauerland Platz 18 von 20. Schwächer schneiden nur noch der AfD-Co-Vorsitzende Tino Chrupalla und der CDU-Fraktionschef Jens Spahn ab. Platz eins belegt mit einem Zustimmungswert von 51,7 Prozent weiter Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) vor NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (43,4) und Markus Söder (CSU). Größter Verlierer in dem Ranking ist Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Für ihn ging es mit einem Wert von 37,7 um vier Plätze runter auf Platz neun.

Zwei Gewinnerinnen gibt es laut Insa auch: Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge legte um 0,5 Punkte auf Platz 15 zu (Zustimmungswert: 36,2). Die AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel profitierte ebenfalls und liegt mit einem Plus von 0,5 und einem Wert von 37,6 nunmehr auf Platz 10 (Vorwoche 11).
AfD liegt weiter vor der Union
Bei den Parteipräferenzen liegt die AfD wie bereits in der Insa-Umfrage vom Samstag vor der Union. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die AfD auf 26 Prozent (plus 0,5 Punkte). Die Union (CDU und CSU) verliert einen Punkt zur Vorwoche und kommt nur noch auf 24,5 Prozent. Die SPD steht unverändert bei 14,5 Prozent, die Grünen verlieren 0,5 Punkte und kommen auf 11 Prozent. Die Linkspartei wiederum klettert um 0,5 Punkte auf 11,5 Prozent. FDP und BSW wären mit 3,5 und 4 Prozent nicht im Bundestag vertreten.
Für die Umfrage befragte Insa nach eigenen Angaben vom 19. September bis 22. September 2002 Menschen online. Die maximale Fehlertoleranz wird mit +/- 2,5 Prozentpunkte angegeben.
fmg




